Länder gegen Kickl

18. April 2019 15:06; Akt: 18.04.2019 15:07 Print

Breite Länderfront gegen den 150-Cent-Stundenlohn

Acht von neun Bundesländern lehnen in einer gemeinsamen Stellungnahme die Pläne von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) ab.

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Vertreter von Bundesländern gegen die Pläne von Innenminister Herbert Kickl.

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Acht von neun Bundesländern sprechen sich in einer Stellungnahme gegen den 1,50-Stundenlohn für Asylwerber aus. Nur Niederösterreich steht nicht hinter der Stellungnahme.

Kritik von SPÖ-Landesräten

Wiens Sozialstadtradt Peter Hacker hebt die Vorzeigerolle Wiens hervor. 400 Asylwerber seien derzeit gemeinnützig tätig. Ihnen die Mittel zu streichen, widerspräche jeder Logik. Seine Kollegin Doris Kampus aus Tirol befindet 1,50 Euro für "deutlich zu wenig". Sara Schaar spricht gar von "Ausbeutung".

Kritik von Grünen deutlich heftiger

Rudolf Anschober (Oberösterreich) ortet eine "gezielte Strategie der Zerstörung von Integrationsmaßnahmen". Die Tirolerin Gabriele Fischer bezeichnet den geplanten Wertschätzungsbeitrag als "unmenschlichen Hungerlohn". Heinrich Schellhorn (Landeshauptmann-Stellvertreter in Salzburg) verweist darauf, dass die Regierung unter schwarz-blau im Jahr 2004 den Beitrag von 3-5 Euro für angemessen hielt.

Einzig der Vorarlberger Vertreter in der Runde schlägt moderatere Töne an. Christian Gantner (ÖVP) hält eine Reduktion schlicht für nicht zielführend.
Die Bundesregierung plant, Asylwerbern künftig nur noch einen Stundenlohn von 1,50 Euro auszubezahlen.

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(mr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Augusta am 18.04.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere Kinder erhalten weniger Alimente

    Die sog. Länderfront besteht aus Sozialpartnern, die noch immer durch die Lande ziehen und die Bevölkerung falsch informieren. Sie vergessen zu erwähnen, dass Migranten eine Vollversorgung genießen, also Wohnung, Kleidung und Essen vom Steuerzahler erhalten. Da wäre es nur allzu fair, dass sie im Gegenzug auch ihre Abreitskraft für gemeinnützige Tätigkeiten zur Verfügung stellen. Die SPÖ gibt sich stattdessen lieber als edler Spender. Sie schüttet das Füllhorn über jene aus, denen es ohnehin an nichts fehlt. Die echten Bedürftigen müssen weiterhin unter der Brücke schlafen.

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  • Kannitverstan am 18.04.2019 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hab was vergessen.

    Wie hoch ist der Stundenlohn eines Zivildienstleistenden oder eines Grundwehrdieners unseres Heeres?

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  • Maverick am 18.04.2019 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Vorschlag

    Nachdem die Länder offenbar zu viel Geld haben, könnte man ja die Bundeszuschüsse um 30% kürzen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • naturlieb am 22.04.2019 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    gerne hier arbeiten

    Die sind doch gerne hier arbeiten. Passt scho.

  • erika am 19.04.2019 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daumen hoch für Kickl!

    zum Glück bleibt Kickl davon unbeeindruckt. Unser bester Innenminister in der zweiten Republik

  • Franz Absberg am 19.04.2019 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtes Vorhaben

    Asylwerber erhalten die Grundversorgung mit Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitsversorgung etc. von der Gemeinschaft finanziert. Es ist nur Gerecht wenn sie dafür auch eine Leistung für die Gesellschaft erbringen und dazu sollten auch 1.5o als Anerkennung ausreichen. Wehrpflichtige im Dienst für die Republik erhalten weniger und die vielen Freiwilligen bei Rotkreuz, Feuerwehren etc. sind sogar ehrenamtlich tätig.

  • Wm am 19.04.2019 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Dann die Länderbudget belasten und Grundwehrdienersold hinaufsetzen. Dauert keine 2 Tage bis sie umschwenken

  • Susanne am 19.04.2019 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Die bekommen doch eh schon alles

    Wohnung, gratis Fahrscheine, Nahrung, erstklassige Medizinische Versorgung (nicht mit Pflichtversicherten zu vergleichen), Sprachkurse, Ausbildung, Bekleidung, und und und. Wenn mir, nachdem all das abgezogen ist, auch 1,50E überblieben, wäre ich froh!