Gegen Hofer und Kurz

11. Februar 2018 10:09; Akt: 11.02.2018 12:56 Print

Ederer: "Unerträgliche Umfärbung" der ÖBB

Die abgelöste ÖBB-Aufsichtsrat-Chefin Brigitte Edererer schießt in einem Interview scharf gegen die FPÖ. Auch den Bundeskanzler nimmt sie in die Pflicht.

Brigitte Ederer (Bild: Reuters)

Brigitte Ederer (Bild: Reuters)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mit der "Kleinen Zeitung" hat Brigitte Ederer, nunmehr ehemalige Aufsichtsrat-Chefin der ÖBB, über die Aktionen von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) gesprochen. Dabei hat sie sich kein Blatt vor den Mund genommen.

Umfrage
Was sagen Sie zu den neuen ÖBB-Aufsichtsräten?
46 %
30 %
24 %
Insgesamt 4019 Teilnehmer

Sie spricht von einer "Umfärbung in unerträglicher Form". Zur Erinnerung: Hofer tauschte neben Ederer sechs weiterer ÖBB-Aufsichtsräte aus. Auch die Opposition tobt.

Kaum kommt die FPÖ an die Macht..
Über die Umfärbung, die auch schon zuvor unter anderen Verkehrsministern üblich war, ärgert sich Ederer trotzdem: "Mich irritieren zwei Dinge. Die FPÖ trommelt seit Jahren gegen Parteibuchwirtschaft. Kaum kommt sie an die Macht, macht sie es in einer Form, die so vorher nicht stattgefunden hat."

Kritik an Kurz
Auch mit Kritik an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) spart Ederer nicht: "Bundeskanzler Kurz spricht von Regierung neu, aber das ist Uralt-Politik aus dem vorigen Jahrhundert. (...) Als Zweites habe ich den Eindruck, dass die handelnden Personen auch kein Benehmen haben. Und die ÖVP wurde von vielen Frauen gewählt, jetzt übernehmen männerbündische Burschenschafter die ÖBB - da kommen keine Frauen vor."

Von dem radikalen Schritt Hofers soll sie aus dem Radio erfahren haben, er hatte gleich nach der Angelobung verkündet, dass es Neubesetzungen geben werde. Am 8. Jänner dann das persönliche Gespräch.

"Er sagte, er brauche eine Person seines Vertrauens als Aufsichtsratsvorsitzenden in Person von Arnold Schiefer", sagt Ederer.

Unprofessionell
Obwohl Hofer ihr im persönlichen Gespräch bestätigt haben soll, dass die ÖBB gut unterwegs sei, sehe es durch die außerordentliche Hauptversammlung nun so aus, als ob die Aufsichtsräte aufgrund von Verfehlungen abberufen worden wären.

Von der Versammlung sei Ederer erst einen Tag davor informiert worden. Darüber ärgert sie sich: "Diese Vorgangsweise ist gegenüber alle Aufsichtsräten unprofessionell."

Das sind die neuen Gesichter bei der ÖBB:

Das sind die neuen Gesichter im ÖBB-Aufsichtsrat

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wo bleibt der EU 1000ender? am 11.02.2018 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Versorgungsgünstling

    Grad die hat es nötig. Ohne Parteibuch und Roten Postenschacher wäre sie ein nichts.

  • hans mayerhofer am 11.02.2018 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    und wieso waren die alle rot?

    na weil die sp die so eingefärbt hat und die öbb als ihr eigentum betrachtet hat. wo ist eigentlich der 1000er?

  • ronald am 11.02.2018 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    schon komisch

    jetzt auf einmal, da redet gerade die richtige . wo ist mein tausender!!!

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • liebe fr. ederer am 14.02.2018 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    endlich hat sich jemand getraut

    sie in 'pension' zu schicken. ihre qualifikation war schon als politikerin unzureichend, als siemens-vorstandsmitglied hatten sie einen warmen, bestens bezalten bürosessel in dem sie genau nichts geleistet haben und in der öbb war das ebenso. bin froh wenn sie endlich von der bühne verschwinden, mit ihrer mehr als fürstlichen pension werden sie bestimmt nicht am hungerhaken hängen.

  • Max Mustermann am 13.02.2018 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Der Futtertrog ist nicht mehr rot

    Frau Ederer hat von Siemens eine Ausgleichszahlung in der Höhe von mehreren Millionen (!) Euro bekommen. Wie sozial ist das denn, dass sie überhaupt noch "arbeiten" geht und damit jemandem, der es vielleicht nötig hätte, den Arbeitsplatz wegnimmt. Und was ich von diesen selbsternannten "Sozialdemokraten" halte, darf ich hier leider nicht sagen......

    • gsd. wieder jemand am 14.02.2018 16:43 Report Diesen Beitrag melden

      der mir sowas von

      aus dert seele spricht, bessert hätte ich auch nicht formulieren können - danke

    einklappen einklappen
  • Max Mustermann am 12.02.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Rote Freunderlwirtschaft

    Jetzt ist halt die Zeit der Umfärbung gekommen, weil viele diese Freunderlwirtschaft nicht mehr wollten. Die Ederer weiß ganz genau, dass sie diesen Job nicht hatte, weil sie so kompetent ist. Sie wurde nach ihrer politischen Karriere damals einfach weiter "befördert". Mit ihrer von Siemens erhaltenen Ausgleichszahlung von 5.600.000 (!) Euro könnten mehrer Familien ein ganzes Leben auskommen. Es wird Zeit, dass ihr Posten bei der ÖBB für wen anderen frei wird.

  • Richard Lego Österreicher am 12.02.2018 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Kapier ich nicht

    die Ederer wurde aufgrund von Inkompetenz in eine Spitzenposition bei Siemens gehievt...die dürfte als Letzte auf diesem Erdenrund über Postenschacher das Mundwerk wetzen...wann geben diese alten Dinosaurier endlich Ruhe und Frieden ?

    • Svetlik Josef am 12.02.2018 09:24 Report Diesen Beitrag melden

      Lebenskünstler

      Und so was wollte Bundespräsident werden.Typisch Hofer.Mein Beileid. J.S.

    einklappen einklappen
  • Seitenblick am 12.02.2018 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    Time to change

    Ich hab es erlebt wenn man als Nichtspömitglied in einem rot durchsetzten Betrieb arbeitet. Bitte Fr. Ederer sie sind doch ein Paradebeispiel für eine ungerechtfertigte rote Kariere. Zuerst als Staatssekretärin für EU Beitritt nicht gerade eine Glanzleistung abgeliefert dann jahrzehntelang bei Siemens arbeitslos und erfolglos, aber hochdotiert, jetzt bei der ÖBB. Nennen sie mir einen Posten den sie aus eigener Kraft in der Privatwirtschaft erreicht hätten. Ich weiß nicht welche Qualitäten sie haben, aber mir erscheint sie wurden überhäuft mit roten Handshakes. Time to change