Die Vorgeschichte

21. Mai 2019 19:18; Akt: 22.05.2019 10:50 Print

Wiener Anwalt soll hinter Ibiza-Falle stecken

Johann Gudenus enthüllt neue Informationen über sein erstes Treffen mit der vermeintlichen Oligarchen-Nichte.

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Es begann ziemlich nobel: Die vermeintliche Oligarchen-Nichte Alyona Makarow und ihr deutscher Begleiter namens "Julian Thaler" trafen Johann Gudenus erstmals am 24. März 2017 in der Wiener Innenstadt im Restaurant "Le Ciel" dessen Frau, einen Münchner Mittelsmann und einen Wiener Anwalt. Dies berichtet der "Kurier" am Dienstag – und beruft sich dabei auf Aussagen von Gudenus. Die junge Dame fuhr in einer Luxus-Limousine der Marke Maybach vor.

Es soll das erste Treffen des Politikers mit den Lockvögeln gewesen sein, wie Gudenus der Zeitung erzählt. Eine zentrale Rolle habe dabei ein Anwalt mit Kanzlei in der Wiener Innenstadt gespielt. Er soll mit der Video-Affäre in Verbindung stehen. Schon früher soll er diversen Granden FPÖ-belastendes Material angeboten haben.

"Anwalt bestätigte mir die Identitäten"

Er soll es auch gewesen sein, der Gudenus mit der vermeintlichen Oligarchen-Nichte und dem Mittelsmann zusammengebracht hat. "Eine Immobilienmaklerin, die mit uns seit langem befreundet ist, hat angerufen und gesagt, da interessiert sich jemand für euer Jagdgrundstück", sagt Gudenus dem "Kurier". Dann sei der Anwalt ins Spiel gekommen.

"Der Anwalt hat dann den weiteren Kontakt gelegt, hat mir bestätigt, dass die Identitäten der Herrschaften echt sind. Er hat mir eine Passkopie der Lettin gezeigt. Das war ja ein EU-Pass", erzählt Gudenus.

Enormer "schauspielerischer Aufwand"

Der Mittelsmann sei als "Kompagnon der Dame" dabei gewesen. "Er sagte, er komme aus München", schildert Gudenus. "Der Wiener Anwalt und er sagten auch, sie seien alte Freunde." Der Mann aus München soll den weiteren Kontakt gehalten haben.

"Die Anbahnung dauerte rund ein halbes Jahr, es gab mehrere Treffen, die sind anscheinend nach Wien eingeflogen", behauptet Gudenus. Im Nachhinein gesehen sei "allein der schauspielerische Aufwand für diese Inszenierung" enorm gewesen.

"Unangenehm, dass ich den Chef da hineingezogen habe"

Im folgenden Sommer kam es zum besagten Ibiza-Treffen, allerdings ohne den Anwalt. "Das Ansinnen der Dame war, mit dem Kind nach Wien zu übersiedeln, Vermögen zu transferieren und Geld anzulegen. Die Ursprungsidee war unser Grundstück."

Im Herbst 2017 soll das letzte Treffen der Gruppe stattgefunden haben. Zwischendurch sei Gudenus zwar immer wieder stutzig geworden, habe aber nicht an eine Falle gedacht. "Es ist mir unangenehm, dass ich den Chef da hineingezogen habe", sagt er. Strafrechtliche Konsequenzen schließe er in seinem Fall aber aus.

Nachforschungen

Auf die Frage, wer der Urheber der Inszenierung sei, schreibt der "Kurier", dass mehrere Insider berichteten, dass es eine Spur in das politische Parteiumfeld von Gudenus, Strache & Co. geben soll. Das könne sich Gudenus zwar nicht vorstellen, soll an dieser Information aber "sehr interessiert" gewesen sein.

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(rfr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruno Bär am 21.05.2019 21:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles klar

    Das war ja von vornherein klar, daß das eine groß angelegte Aktion war. Man wollte nur die Blauen auf diese Art Und Weise aus den Weg räumen. Das waren keine Amateure sonder Profis der Extraklasse mit Geheimdienstuntetstützung.

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  • Richard am 21.05.2019 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anwalt?

    Wie heisst dieser Anwalt, das würd mich interessieren und auch sicher strache und die Staatsanwaltschaft

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  • Peter am 21.05.2019 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    Man sollte alles zeigen

    Warum zeigt man die anderen Personen im Video nicht? Und warum sind die Damen Gepixelt.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Metatron am 22.05.2019 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waxing Lady

    Gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner, dem Rechtsanwalt Ramin Mirfakhrai, entwickelt die ehemalige Miss Earth gerade einen Prototyp, der in einem Jahr präsentiert werden soll. Was der kann, ist allerdings noch streng geheim.

  • Metatron am 22.05.2019 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zustände

    Insider berichten dass der Wiener Anwalt bereits vor der Wiener Gemeinderatswahl 2015 bei mehreren Parteien vorstellig geworden ist, um für eine Million Euro Bilder, die den damaligen FPÖ-Chef Strache bei der Übergabe von Bargeld in einer Garage zeigen, zu verkaufen. Damals habe er aber angesichts des hohen Preises keinen Erfolg gehabt.

  • chris am 22.05.2019 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Über den Tellerrand blicken

    Wer zwei Jahre lang wissentlich Beweise von Straftaten oder die zum schaden einer Person in diesen fall sogar einem GANZEN LAND absichtlich zurückhält wollte bewusst Österreich und deren Bevölkerung schädigen da der oder diese Herrschaften dieses Video schon vor der letzten Nationalratswahl veröffentlichen hätten MÜSSEN. Diesen Millionenschaden (Neuwahlen und deren Folgen)haben diese Leute verursacht um ÖSTERREICH UND EUROPA zu destabilisieren und nicht zwei untragbare Politiker.Personen die uns diese Instabilität wünschen werden bei der nächsten Nationalratswahl die passende Antwort erhalten

  • Metatron am 22.05.2019 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meldung

    Insgesamt sieben Stunden dauerte das Treffen in der Villa auf Ibiza, besonders brisant dürften dabei die letzten bisher noch unveröffentlichten 60 Minuten sein. Wie Insider gegenüber oe24 bestätigten, geht es dabei um Koks, Sex und wilde Partys. Besonders brisant: Gudenus Ehefrau Tajana wurde zuvor ein Taxi gerufen. Sie war diese letzte Stunde des Treffens nicht mehr anwesend.

  • Sonja am 22.05.2019 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Jeder ist schuld nur die beiden betrunkenen im Video nicht? So ist es jetzt und sie sollten sich zur Ruh setzten und die Wunden lecken.