Witzelnd beim Rücktritt

06. Oktober 2018 12:10; Akt: 06.10.2018 14:20 Print

Kern: "Einen guten Roten erkennt man am Abgang"

Eigentlich wollte er es noch in Brüssel versuchen. Doch nun zieht Ex-SPÖ-Chef Christian Kern auch seine EU-Spitzenkandidatur zurück.

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Der ehemalige Bundesparteiobmann der SPÖ, Christian Kern, hatte für Samstagmittag in der Parteizentrale eine Pressekonferenz angekündigt. Er zog darin wohl seine EU-Spitzenkandidatur zurück und gab seinen endgültigen Abschied aus der Politik bekannt.

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Bei der Pressekonferenz erklärte Kern zunächst seinen Rücktritt von der EU-Spitzenkandidatur damit, dass die drängenden Fragen der Zukunft ständig "von der innenpolitischen Schlüsselloch-Perspektive" überlagert wurden.

Will kein Schatten für Rendi-Wagner sein

Auch die neue SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner werde durch Diskussionen und Gerüchte über Personalien in den Schatten stellt, weshalb er Platz machen würde, um ihr einen guten Start zu ermöglichen, sagte Kern weiter.

Die Pressekonferenz zum Nachschauen:

Er werde sich endgültig aus der aktiven Politik zurückziehen, werde aber als privater Beobachter präsent bleiben. "Ich werde das aber nicht vom Muppet-Balkon tun, das hat sich meine Nachfolgerin nicht verdient", sagte Kern.

Witzeln im Abgang

Er werde sich in die Privatwirtschaft zurückziehen, sagte Kern. Er sei auch froh darüber, die Politik mit ihren Hinterrücks-Angriffen hinter sich zu lassen. Diesen Abend werde er mit einem Glas guten Rotweins ausklingen lassen, "denn einen guten Roten erkennt man am Abgang", sagte Kern selbstironisch.

Er werde sich auch ein Krönchen besorgen, damit "einige der Berichte über mich wenigstens ein bisschen Rechtfertigung haben", sagte er weiter.

Dank an Faymann und Mitterlehner

Zuletzt bedankte er sich bei seinem Vorgänger als SPÖ-Chef und Kanzler, Werner Faymann, der mit seiner Steuerreform wichtige politische Weichen gestellt habe. Auch seinem Regierungspartner, dem Ex-ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner, dankte er für die produktive Zusammenarbeit.

Verschiebung wegen Sirenenprobe

Der Beginn der Pressekonferenz, die eigentlich für 12.30 Uhr angekündigt war, wurde dann allerdings um eine Viertelstunde verschoben. Grund war die landesweite Sirenenprobe zu Mittag. Pünktlich nach dem letzten Sirenenton ging Kern dann zum Podium.


Sirenenprobe vor der Kern-PK. (Video3)

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • RoteSocke am 06.10.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Ein normaler Mensch würde sich in Grund und Boden schämen. Der Sozialist witzelt noch bei seinem Abgang.

    einklappen einklappen
  • Nimmer Lang am 06.10.2018 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Für Österreich eine Erleichterung

    So ein Roter halt, der der Meinung ist, was ein Roter tut kann nur richtig sein, eingebildet halt.

  • Anton K. am 06.10.2018 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Zeit wird's.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Seitenblick am 09.10.2018 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sattelfest nur in rot

    Ein Narziss ist er. Ungewählt in den Kanzlerstatus erhoben und unfähig die notwendigen Dinge der Republik in Gang zu bringen. Arbeitete nur für rot und nicht für das Volk. Wie übrigens der Rest der roten Sippe. Die hieven ständig irgendwelche ungeeigneten Leute in Führungspositionen. Kaum hat man das rote Bücherl vollgepickt bekommt man auch einen guten Posten. Egal ob man ein Schwachmatiker ist oder nicht. Auch epochale Fehler die ganz Österreich betreffen können diese Menschen nicht mehr aus dem Sattel heben. Die goldene Leiter ist erklommen und da gibt es kein Straucheln mehr.

  • Seine Art am 07.10.2018 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    über die Roten

    zu "witzeln" gefällt mir :) Ein BadMan "ganz in schwarz" wie ich soeben gelesen habe :) Oder doch nur ein Trojaner der (vormals)Schwarzen? Wie dem auch sei.. nach all dem Schaden den er durch seine elogquente Aus Drucks Weise den Roten zugeführt hat könnt er glatt bei der FPÖ einen Posten besetzen ;)

    • Max Mustermann am 08.10.2018 15:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Seine Art

      Sowas wie den Hrn. Vollholler werden Sie bei der FPÖ vergeblich suchen.

    einklappen einklappen
  • Sciencer am 07.10.2018 02:44 Report Diesen Beitrag melden

    Hackler?

    Manager, Banker, Akademiker aller Art... Typisch für eine Arbeiterpartei. Glaubhaft? Schon lange nicht mehr.

  • Eva F. am 06.10.2018 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Aber zack zack

    Game Over. Jetzt ist aber die versprochene Flasche Rotwein für Strache fällig.

  • murxsi am 06.10.2018 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Räumlichkeiten

    Auch der beste ,, Rote" wird einmal ausgeschieden , der Abgang ist jedoch nicht in der Öffentlichkeit gestattet, sondern in dafür vorgesehenen Räumlichkeiten