Schüler-Protest

13. März 2019 05:30; Akt: 12.03.2019 21:06 Print

Das ist beim Klimastreik am Freitag zu beachten

Am Freitag demonstrieren Österreichs Schüler gegen den Klimawandel. Manche Schulen geben ihren Kindern dafür frei, andere drohen mit Strafen. "Heute" klärt (ein bisschen) auf.

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Wie Schwedens neue "Pippi" Greta Thunberg (16) wollen am Freitag Schüler in 40 Ländern auf allen Kontinenten auf die Straße gehen, um fürs Klima zu demonstrieren. Am Wiener Heldenplatz soll Österreichs größte Demo steigen, bis zu 10.000 sollen kommen. Problem für Schüler: Der Demostart ist für 10 Uhr angesetzt, also in der regulären Schulzeit. Grundsätzlich gilt aber: Schüler, die demonstrieren wollen, dürfen das nur mit Genehmigung, ansonsten drohen Konsequenzen wie beim Schulschwänzen.

Und jetzt?
Herrscht Chaos. Denn jedes Bundesland entscheidet anders. Wien, Salzburg, NÖ und Vorarlberg etwa betonten in eigenen Infoschreiben, in Klimastreiks "keinen Entschuldigungsgrund" zu sehen, Kärnten und das Burgenland schon.

Heißt!
Grundsätzlich können Direktoren und Klassenvorstände Schülern im Einzelfall das "Fernbleiben aus wichtigen Gründen" gestatten. Dabei gilt: Der Klassenvorstand darf maximal einen Tag freigeben, der Schulleiter bis zu fünf. OÖ, die Steiermark und Tirol gaben deshalb keine Empfehlungen ab.

Streik ganzer Klassen
In Wien gibt es Schulen, die nicht nur einzelne Schüler, sondern ganze Klassen für den Streik freistellen wollen. Eine davon: die AHS Maroltingergasse. Dort dürfen 7. und 8. Klassen am Freitag früher gehen. Andere Direktoren drohten streikwilligen Schülern mit Folgen.

Ach ja
Klassisch österreichisch: Lehrern, die eine Demo-Teilnahme erlauben, auch wenn das jeweilige Bundesland dagegen ist, drohen keine Konsequenzen.

Das sagt der Minister
Grundsätzlich finde er es "gut", wenn Schüler für ihre politische Meinung einstehen, so Bildungsminister Faßmann (ÖVP). Ihm wäre es aber lieber, wenn sie das in der schulfreien Zeit tun würden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eaglehawk am 13.03.2019 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht jetzt

    Unerlaubte Abwesenheit dann müssen die Eltern eben die Kids zur Schule bringen oder die Strafe zahlen. Ganz einfach bringt wieder Disziplin bei.

  • Ewald am 13.03.2019 06:26 Report Diesen Beitrag melden

    Soros&Co Marionetten

    Diese von Lumpen indoktrinierten Jugendlichen verstehen doch noch gar nicht die Zusammenhänge. In Wirklichkeit sägen sie bereits am eigenen Ast und verbauen sich und uns die Zukunft. Ziel dieser aus dem Ausland gesteuerten Bewegung ist es, unsere Gesellschaft zu spalten und dann zu zerstören. Nach dem bewährten System: Teile und herrsche. So wird heute Politik gemacht. Und damit wird sehr viel Geld verdient.

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  • Heimatland am 13.03.2019 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    typisch österreichisch

    Was heißt "ihm wäre es lieber, wenn es am Nachmittag stattfinden würde"? Ist er Minister und kann in seinem Ressort entscheiden oder ein Hampelmann?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Die neue Sabrina am 13.03.2019 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Tue was fuer die Umwelt liebe

    Jugendlichen. Stoppt den sinnlosen Warentransport innerhalb der EU. Daher Oexit!

  • Vorstadtmama am 13.03.2019 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Andere Direktoren drohten streikwilligen Schülern

    Stimmt. In der Schule meiner Tochter war das so. Es ist also nicht ratsam, genau an diesem Tag ohne ärztliches Attest zu fehlen.

  • Vielfahrerein am 13.03.2019 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Die Umwelt retten ?

    ... mich würde einmal interessieren, wie viele dieser Umweldkits mit 17/18 Jahren einen Führerschein machen und mit Papas Riesenauto (Diesel) spazieren fahren oder schon jetzt in die Ferien fliegen...... Wenn es denen wirklich um die Umwelt geht, sollte sich jeder kleine Wicht einmal an die eigene Nase fassen...

  • Max Mustermann am 13.03.2019 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Opfer fürs Klima bringen

    Vielleicht könnte man einmal damit anfangen, auf Handys, Skateboards und Tretroller zu verzichten. Weniger Produktion ist weniger Umweltverschmutzung - ergo besseres Klima.

  • Rene am 13.03.2019 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Reduktion Bevölkerungswachstums

    Anstelle von Kinderdemos wäre es konstruktiver,Demos durchzuführen für die weltweite Geburtenkontrolle,eine Reduktion des Bevölkerungswachstums und eine Kontrolle des Verhältnisses des Menschen zu den Ökosystemen.

    • Vorstadtmama am 13.03.2019 12:35 Report Diesen Beitrag melden

      Kontrolle...

      Wie soll das bewerkstelligt werden? Zwangsabtreibungen - wie in China? Aber ja, so etwas traue ich den selbsternannten "Klimaschützern" zu.

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