48 neue Topjobs

03. Januar 2019 21:59; Akt: 04.01.2019 10:33 Print

Drohen Millionenkosten durch Kassenreform?

Das Sozialversicherungssystem wird von Türkis-Blau reformiert: Dafür sind noch heuer 48 neue Leitungsposten zu besetzen. Alte Verträge laufen aber weiter.

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Das Kassensystem wird wie berichtet umgebaut: Statt bisher 21 SV-Träger gibt es künftig fünf. Es werden etwa die neun Gebietskrankenkassen in eine Gesundheitskasse (ÖGK) mit neun Landesstellen fusioniert. Im Zuge der Umstrukturierung sollen bis Ende des Jahres auch 48 Führungspositionen neu besetzt werden. Da in bestehende Manager-Verträge der SV nicht eingegriffen werden kann, ist zu befürchten, dass durch Doppelzahlungen erhebliche Mehrkosten entstehen. Die schließt auch das zuständige Sozialministerium auf Anfrage von "Heute" nicht aus. "Es ist richtig, dass im Laufe des Jahres 2019 für den Übergang zur neuen SV-Struktur eine Reihe von Stellen ausgeschrieben und eine Reihe von Stellen besetzt werden müssen", heißt es aus dem Kabinett der Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ).

Opposition warnt vor hohen Kosten der Reform

„Der Umbau der Sozialversicherung wird Steuergeld kosten und keine Einsparungen bringen“, sagt SP-Bundesgeschäftsführer Drozda. "Der Apparat wird zu Lasten der Versicherten aufgebläht. Die zusätzlichen Leitungsposten verschlingen Millionenbeträge."

Geht es auch um Postenschacher? Kolportiert wird, dass dort, wo aktuell der Generaldirektor der ÖVP zuzurechnen ist, kein neuer kommissarischer Leiter (für die Übergangsperiode der Reform) ausgeschrieben wird. Etwa bei der Beamten-, Bauernversicherung und Pensionsversicherungsanstalt.

Kosten uns neue Topposten Millionen an Steuergeld?

Hingegen seien für den neuen SV-Dachverband und die neue ÖGK neue – freiheitliche? – Chefs vorgesehen. In der ÖGK gehe es allein um 22 Topposten. Rechnet man für alle neuen 48 Stellen mit Jahresgehältern von 150.000 Euro (inkl. Lohnnebenkosten), sind das Gesamtkosten von 7,2 Millionen Euro.

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(uha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eberhard Ultra am 04.01.2019 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Häuptlinge, wenig Indianer ....

    Maxime der österreichischen Verwaltung: Viele Häuptlinge, wenig Indianer. Das bringt was, zumindest den Häuptlingen.

  • Beate Erbat am 04.01.2019 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Blauer Futtertrog

    Der Postenschacher wird immer schlimmer, da wird bei der Fusionierung die nur kostet und das Sozialsystem für das Volk massivst verschlechtern wird, mit Kostenersparnis argumentiert, aber es ist das genaue Gegenteil der Fall. Die Schwarzen haben schon hiet Top-Jobs, jetzt wollen natürlich auch die blauen Chaoten an diesem Futtertrog mitnaschen, 48 blaue Jobs werden neu geschaffen, auf Kosten der Steuerzahler und vor allem auf Kosten unserer Gesundheit, das ist die neue blaue Politik, alles für den eigenen Futtertrog, nichts für das Volk.

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  • Steuerzahler am 04.01.2019 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Blaue Schäfchen, rote Schäfchen

    Jede Partei welche an der Macht ist bereichert sich selbst. ich sehe es in einer Pseudo Privatisierten SEMI GmbH welcher aber dem BMF gehört: Manager "A" kommt von einer externen Firma "B" neu in das Unternehmen, sofort folgen ihm Ex-Kollegen aus Firma "B" in die neue Firma "A". In der Wirtschaft und auch in den Sozialversicherungen werden die guten Posten alle über Beziehungen zugeschachert. Ein Großteil der Bediensteten kassiert ein sehr gutes Gehalt, leistet wenig und wäre auf dem freien Arbeitsmarkt quasi nicht vermittelbar nach 20 Jahren und mehr Betriebszugehörigkeit,

Die neuesten Leser-Kommentare

  • G Heim am 05.01.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    JEDE blaue Regierungsbeteiligung

    endet im Desaster und wir dürfen Jahrelang dafür extra zahlen. Siehe der 'schönste' Finanzminister, jetzt die 'schönsten' Innen- und Verkehrsminister, die uns betrügen und abzocken weil sie sich ihre Bubenträume auf unsere Kosten erfüllen.

  • Ken Tucky Tuck am 05.01.2019 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbar dieser Hass

    gegen unsere Regierung und vor allem die FPÖ... der aus den meisten dieser Kommentare hier spricht! Scheint organisiert zu sein, da die roten Lemminge hier doch üblicherweise nicht so laut schreien...

    • Knortz am 05.01.2019 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      Blauer Lemming pudelt sich auf

      dass seine Goldstücke ungerecht behandelt werden. Jaja die blaue Brille..

    • Mr. A-Team am 05.01.2019 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      Wach auf!

      Dann erkennst du die Warheit über diese Gfraster, die nur ihr Spezitum nach oben hieven wollen, in die eigene Tasche wirtschaften, auch, wenn dabei das Land Bankrott wird, (siehe Kärnten) und sich dabei nur über Wasser halten, in dem sie auf Unschuldige hinpecken! Oder wie wars z.B.: nach der Ostöffnung und den damaligen Behauptungen der FPÖ über die OSSI-Schwemme und was trat dann davon ein? Und genau so wird es jetzt auch sein!

    • Schreiber am 06.01.2019 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ken Tucky Tuck

      Es ist nicht nur der spürbare Hass furchtbar sondern auch das Niveau der Worte. Tiefste Schublade, keine Argumente, immer die gleichen Stehsätze und Beleidigungen.

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  • Maverick am 04.01.2019 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Pam Joy-offensive

    Den Kommentaren nach hier zu schließen, ist der Weihnachtsurlaub heuer in der Löwelstraße gestrichen worden.

  • Eli Fix am 04.01.2019 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Rechenkünste bei Krankenkasse(n) Neu

    PolitikerInnen haben schon bewiesen, dass sie Brutto nicht von Netto unterscheiden können. Nun zeigen uns Kurz und Strache bei der Zusammenlegung der Krankenkassen eine Steigerung: Durch Mehrkosten (die sie den SteuerzahlerInnen aufbürden) in zigfacher Millionenhöhe wollen sie vielleicht bis zu 1 Milliarde einsparen (für die Unternehmen) !?

    • hobbyfotowien am 04.02.2019 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Eli Fix

      Die ÖVP in meine Geschäft und nicht Arbeiter Partei die FPÖ Versuch jetzt ein bisschen mit zu Mischmaschine damals nicht gelang versuchen wir jetzt. Was daraus alles noch im stehen wird müssen wir aber doch gewählt wurden beide weil jeder meinte die SPÖ bringen Nix mag sein aber ist es jetzt besser ist es jetzt schöner wieder das eine noch das andere,Wir können nur hoffen dass wir nicht auf der Strecke bleiben nicht die Geschäftsleute sondern wir arbeiten wir die Steuern bezahlen und schauen was am Ende für uns überbleibt

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  • Susanne Kienast am 04.01.2019 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Blaue Nimmersatt

    Jahrzehntelang gegen den schwarz-roten Postenschacher geschimpft, jetzt endlich mal kurz an der Macht werden diese Blauen Totalversager zu noch größeren Geiern, schnappen sich alles für ihre blauen Freunderl, Qualifikation spielt keine Rolle, Hauptsache es wird am blauen Futtertrog genascht. So belogen und betrogen wurden noch niemals Wähler einer Partei als von diesen blauen Nimmersatt. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt und dann zerreisst es Gott sei Dank diese Partei, den jeder Blauwähler sieht jetzt wie er hintergangen wurde.

    • Rudolf am 04.01.2019 14:30 Report Diesen Beitrag melden

      Blaue Nimmersatt

      Am Besten sieht man das an der Sozialministerin.

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