Indirekt

15. Mai 2019 17:27; Akt: 15.05.2019 17:27 Print

Bei EU-Wahl entscheidet sich Junckers Nachfolge

Nicht nur die Parlamentarier stehen zur Wahl, denn das Ergebnis am 26. Mai hat einen direkten Einfluss auf den neuen EU-Kommissionspräsidenten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am 26. Mai stehen nicht nur die Abgeordneten des EU-Parlaments zur Wahl, sondern (indirekt) auch der Kommissionspräsident. Also die Nachfolge von Jean-Claude Juncker.

Umfrage
Wem geben Sie bei der EU-Wahl 2019 Ihre Stimme?

Der Präsident der Europäischen Kommission wird nicht direkt von der Bevölkerung für seine fünfjährige Amtszeit gewählt. Stattdessen muss er vom Europäischen Rat nominiert und anschließend durch das Europäische Parlament gewählt werden. Und hier kommt die Wahl der Parlamentarier ins Spiel.

Koalition vonnöten

Traditionell stammt der Kommissionspräsident aus der stärksten Fraktion im Parlament. Juncker gehört etwa der konservativen Europäischen Volkspartei EVP an, in der auch die ÖVP sitzt.

Derzeit ist davon auszugehen, dass die EVP wieder stärkste Kraft wird, die Sozialdemokraten knapp dahinter. Doch es gilt ebenfalls als sicher, dass keine der Fraktionen eine Mehrheit zustande bringt – eine (informelle) Koalition wird unumgänglich sein.

Die größten Chancen auf Junckers Nachfolge haben der konservative Deutsche Manfred Weber und der Sozialdemokrat Frans Timmermans aus den Niederlanden.

Zum Thema: EU-Wahlumfrage – Viele Sieger, eine Überraschung

Kandidaten unbekannt

In den Medien sind Weber und Timmermans wenig präsent, was sich auf ihre Bekanntheit – respektive Unbekanntheit – auswirkt. Laut einer Studie der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) wünschen sich 18 Prozent der Österreicher Weber, 16 % sind für Timmermans.

Die Mehrheit der Befragten kann sich hingegen für keinen der beiden Kandidaten begeistern (19 Prozent) oder kennt die Politiker gar nicht (39 Prozent).

Eine Gelegenheit, die Kandidaten kennenzulernen, gibt es am Donnerstag ab 22.30 Uhr. ORF 3 überträgt die EU-weite Elefantenrunde im Kampf um den Kommissionspräsidenten live.

Nahezu drei von vier Österreichern halten die EU-Wahlen übrigens für "sehr" (26 %) oder "eher" wichtig (46 %). Etwas mehr als ein Fünftel ist nicht dieser Meinung und antwortet, dass die EU-Wahlen "eher nicht" (18 %) oder "gar nicht" wichtig (4 %) seien.

Die Bilder des Tages

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(lu)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wm am 15.05.2019 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Wenn jetzt nicht die Wende kommt, dann werdet ihr aufwachen, in keinem Einheitprinzip,sondern2/3Mehrheit Das heißt von den27ohne GB müssen dann18Länder stimmen für den Staatenfinanzausgleich,Eu Armee, europäische Gemeinschaftsbonds=da haften wir alle 27 Länder, europäisches Sozialsystem,und Österreich hat das ohne wennundaber mitzutragen und zwar mit Steuergeld nicht mit Milliardengewinne der Konzerne Bei ca 12,5 Billionen Schulden der Eu war s das dann mit Neutralität Souveränität und jede Art der Selbstbestimmung Ich will das nicht deswegen werde ich gegen die Eu und für Österreich stimmen

  • Censorship am 16.05.2019 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Schon lange überfällig...

    Die Tage des armen, torkelnden Rückenkranken, sind schon lange gezählt.... Wer aktiv Politik gegen die europäische Bevölkerung macht, braucht sich über seine politische Zukunft keine Gedanken machen... Bleibt zu hoffe, dass der Nachfolger demokratischer sein wird, als Junker...

  • Die neue Sabrina am 15.05.2019 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    wir wollen die EU doch auflösen

    dazu passt es ganz gut dass die Spitze nicht neu besetzt wird, sonst hört das ja nie auf. Man muss die EU ganz natürlich zu Grabe tragen, d.h. alte Posten nicht nachbesetzen dann geht das alles reibungslos. Wenn man die mentalen und physischen Charakteristika eines JC Juncker ansieht, erkennt man auch dass eine solche Spitze nie notewendig war.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 16.05.2019 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Schon lange überfällig...

    Die Tage des armen, torkelnden Rückenkranken, sind schon lange gezählt.... Wer aktiv Politik gegen die europäische Bevölkerung macht, braucht sich über seine politische Zukunft keine Gedanken machen... Bleibt zu hoffe, dass der Nachfolger demokratischer sein wird, als Junker...

  • Peter am 15.05.2019 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Hört, Hört, Jean Claude Juncker :

    Der Nächste der uns für dumm hält : Er warnt davor, dass Regierungschefs nur Teilzeiteuropäer seien. Weil Kurz seine Attacken unter anderem mit der EU-Richtlinie zum Schutz vor krebserregenden Substanzen beim Braten von Schnitzeln begründete, zeigte sich Juncker erstaunt: Für ihn sei das ein Fall bewusster Schizophrenie. OXIT !

  • Die neue Sabrina am 15.05.2019 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    wir wollen die EU doch auflösen

    dazu passt es ganz gut dass die Spitze nicht neu besetzt wird, sonst hört das ja nie auf. Man muss die EU ganz natürlich zu Grabe tragen, d.h. alte Posten nicht nachbesetzen dann geht das alles reibungslos. Wenn man die mentalen und physischen Charakteristika eines JC Juncker ansieht, erkennt man auch dass eine solche Spitze nie notewendig war.

  • Wm am 15.05.2019 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Wenn jetzt nicht die Wende kommt, dann werdet ihr aufwachen, in keinem Einheitprinzip,sondern2/3Mehrheit Das heißt von den27ohne GB müssen dann18Länder stimmen für den Staatenfinanzausgleich,Eu Armee, europäische Gemeinschaftsbonds=da haften wir alle 27 Länder, europäisches Sozialsystem,und Österreich hat das ohne wennundaber mitzutragen und zwar mit Steuergeld nicht mit Milliardengewinne der Konzerne Bei ca 12,5 Billionen Schulden der Eu war s das dann mit Neutralität Souveränität und jede Art der Selbstbestimmung Ich will das nicht deswegen werde ich gegen die Eu und für Österreich stimmen