FPÖ, ÖVP, SPÖ

10. Juli 2019 10:45; Akt: 10.07.2019 11:51 Print

Ibiza-Video: Gegen diese 13 Vereine wird ermittelt

Die Ibiza-Ermittlungen wurden auf Vereine im Umfeld der ÖVP und der SPÖ ausgeweitet. Hier die Liste, welche Vereine betroffen sind >>>

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Heinz-Christian hat der Schweizer Wochenzeitung "Die Weltwoche" ein ausführliches Interview gegeben. "Ich habe offenbar den Fehler gemacht, mich in einer privaten Urlaubssituation unbeobachtet zu wähnen und nicht auf die mir während dieses Abends wiederholt aufgekommenen Zweifel reagiert zu haben." "Bin enttäuscht, dass mich mein jahrelanger Wegbegleiter Johann Gudenus überhaupt erst in diese Situation mit den Lockvögeln hineingeführt hat." "Der mir widerfahrende starke Zusammenhalt mit meiner Frau, die meine Herzensperle ist. Sie hat ein Herz wie eine Löwin." "Ich war fassungslos ob der Hinterhältigkeit, Niedertracht und auch Bösartigkeit und zugleich auch verärgert über die jedenfalls teilweise und aus dem Kontext gerissene Darstellung und Interpretation meiner Äußerungen." "Nein! Drogen habe ich Zeit meines Lebens konsequent abgelehnt." Er könne allerdings nicht ausschließen, "dass die mir Tropfen in die Getränke geschüttet haben, um mich vertrauens- und redseliger zu machen". "Die Veröffentlichung diente allein der Bloßstellung und dem Rufmord." "Das waren artikulierte Gedankenspiele, die nie weitergesponnen wurden. Nicht einmal im Ansatz wurde versucht, diese Dinge umzusetzen. Es waren und bleiben Hirngespinste." "Dieser Wortbruch hat mich sehr enttäuscht." "Ich sehe eine ÖVP-Allmachtsfantasie, alles an sich zu reißen und zu kontrollieren." "Die FPÖ lässt sich jedoch nicht spalten und steht als freiheitliche Familie geschlossen zusammen." Das Interview wurde von Roger Köppel, Chefredakteur und Herausgeber der "Weltwoche", geführt. Köppel ist seit 2015 auch Nationalrat der rechtskonservativen Partei SVP.

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Wie am Dienstag bekannt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft nach dem Auftauchen des Ibiza-Videos nicht nur gegen Vereine im Umfeld der FPÖ, sondern auch gegen solche, die als ÖVP- und FPÖ-nahe gelten.

Gegen welche Vereine genau ermittelt wird, hat nun die Plattform "addendum" veröffentlicht. Das Bundeskriminalamt (BKA) war von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) beauftragt worden, alle Vereine zu ermitteln, an die die von Strache genannten Unternehmen (Signa Holding, Novomatic, Glock) gespendet haben könnten.

In einem Anlassbericht zählte das BKA 13 Vereine auf, die "nach ersten Ermittlungen" vorerst "in Frage kommen könnten", heißt es. Die genannten Unternehmen bestreiten, jemals verdeckt gespendet zu haben.

FPÖ-nahe Vereine
- Austria in Motion – Verein zur Reform der politischen Kultur in Österreich
- Wirtschaft für Österreich
- Patria Austria – Verein zur Förderung des österreichischen Kultur- und Brauchtums
- Wir für H.C. Strache – Parteiunabhängiges Personenkomitee
- Reformen – Zukunft – Österreich Verein für politische Kultur in Österreich
- Institut für Sicherheitspolitik – ISP

ÖVP-nahe Vereine
- Heimatverein Pro Patria - Für Niederösterreich
- VSM - Vorzugsstimmen für Mandl
- Verein zur Förderung bürgerlicher Politik
- Modern Society - Verein zur Förderung der politischen Bildung und Forschung im urbanen Raum
- Institut für Bildung und Innovation

SPÖ-nahe Vereine
- Wiener Kulturservice
- Weil's um was geht! - Plattform für ein progressives, weltoffenes und entschlossenes Österreich. Gegen Kleingeist und Engstirnigkeit.

Die Zuordnung der Vereine zu der jeweiligen Partei haben die Ermittler vorgenommen, schreibt "addendum", dem der Bericht des BKA vorliegt. Der habe 25 Seiten, mitsamt Beilagen sei das Dokument 300 Seiten stark. Die Vereine und handelnden Personen werden darin grob beschrieben, nur teilweise ist ein Verdacht angeführt, der allerdings auf Medienberichten beruht und wenig konkret ist.

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(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrizia am 10.07.2019 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Da fehlen die restlichen 200!

    Wo sind die anderen über 200 spö-nahen Vereine? Dort sitzen SPÖ-Funktionäre im Vorstand, die maßgeblich dazu beitragen, dass der Steuerzahler um sein hart verdientes Geld betrogen wird. Warum wird die Verbindung von Kurz zur Soros-Organisation nicht untersucht? Was ist mit den Preisabsprachen, in die Haselsteiner mit Strabag involviert ist? Deckt den ganzen Sauhaufen endlich auf!

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  • @bernhard am 10.07.2019 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heimat

    Wer immer es war schämt Euch unser Land so zu verratten und hoffee das ihr dafuer bestrafft werdet.. .

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  • Giorgio am 10.07.2019 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht

    Die politische Geschichte Österreich zeigt es deutlich auf angefangen hat es mit Dollfuss Ungeliebte Politiker in Österreich was passiert mit Ihnen ?? Auch in der sogenannten politischen Neuzeit !!!! Wo, wie, wann es endet ???? Macht euch selber einen Reim darauf !!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Versaute Politik am 11.07.2019 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schade um den Aufwand...

    denn es wird sowieso nix passieren...

  • wetr24 am 10.07.2019 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Und die 104 FPÖ-nahen Burschenschaften?

    Gegen die muss auch ermittelt werden!

  • hobbyfotowien am 10.07.2019 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Land steht vor der Ruine

    Was ist aus den Land geworden, Korruption, Respektlosigkeit, Geldgier das regiert unser Land. Wem soll man hier jetzt wählen, ich möchte nicht sagen, das jeder so ist, doch das Vertrauen ist schon am Nullpunkt. Alle hofften auf die FPÖ, doch hier kam der Hammer mit einen Video, jetzt wird in soviel es Richtung ermittelt da brummt einen der Kopf. Das kennt man aus etlichen schlecht gedrehten Filmen! Offen gesagt ich bin kein Freund von Herrn Kickl doch glaube ich, das hier eine Person ist die es erst mit Österreich meint!

    • Balduin am 11.07.2019 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      Die Korruption und die Geldgier

      gibt es nur bei den Rechten. Die Rechten sind unser größtes Problem, wenn wir die nicht aufhalten dann haben wir bald ungarische Verhältnisse. Aus Ungarn wandern jedes Jahr 20.000 Menschen aus. Die Hälfte aller Ungarn hat sich ins Ausland abgesetzt weil man in einem korrupten, faschistischen Staat nicht leben kann.

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  • DerHeuteLeser am 10.07.2019 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Seit 1945....

    Regiert das Geld und die Korruption Österreich. Keine Partei und kein Politiker dieser Österreichischen Republik ist wählbar. Skandal über Skandal, Geld regiert die Welt. Nehmen uns harten Arbeitern das Geld aus der Tasche und verdienen selbst Hundertausende von Euro im Jahr. Schämt euch!!!! Meine Großeltern (94 Jahre und 92 Jahre) sagen seit Jahren , die guten Zeiten sind vorbei.

  • Altwien am 10.07.2019 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    @Patrizia

    Die regeln alles gegen Bares!!