Fragen nach Pressekonferenz

20. Mai 2019 11:46; Akt: 20.05.2019 12:07 Print

Kanzler-Angriff und SPÖ-Flirt, was die FPÖ plant

In vielerlei Hinsicht war die Erklärung der FPÖ zur Ibiza-Affäre am Montag bemerkenswert: Heftige Worte gegen die ÖVP, Komplimente für die SPÖ.

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Nach der Erklärung der FPÖ-Granden Norbert Hofer und Herbert Kickl könnte man meinen, die Freiheitlichen richten bereits ihre Postion für die kommenden Neuwahlen aus. So war die Pressekonferenz geprägt von ungewöhnlichem Lob für die SPÖ, ungewohnt positiven Worten über Zuwanderer und heftigen Angriffen auf den Kanzler und die ÖVP.

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"Viele Menschen, die nach Österreich gekommen sind, leisten Unglaubliches", sagte etwa Hofer und bedankte sich dafür, natürlich gebe es "auch andere, die vielleicht straffällig werden". Und angesichts der Angriffe auf Medien und Journalisten hieß es nun "wichtig ist mir auch, dass Sie wissen, dass ich Ihre Arbeit sehr schätze". Die Medienarbeit sei auch nach Aufkommen des Ibiza-Videos nicht unfair gewesen.

Liebäugelei mit SPÖ

Wohl am meisten überraschte da die Liebäugelei mit der SPÖ. Es sei ihm immer wichtig gewesen, gute Beziehungen zu anderen Parteien zu pflegen, "auch zur SPÖ", so Hofer. Er habe in seinen Ressorts und anderen Funktionen keinen Austausch von Sozialdemokraten vorgenommen, "weil sie ausgezeichnete Arbeit leisten". Er habe sich bei ÖBB und Asfinag nie eingemischt und die Vorstände hätten "höchst korrekt gehandelt". Bei den ÖBB seien Sozialdemokraten an der Spitze, das sei auch mit ein Grund für den Erfolg.

"Machtversoffenheit"

Während zumindest Hofer noch der ÖVP für die Regierungsarbeit dankte, übernahm Kickl die Frontalangriffe. Die ÖVP versuche nicht, die Regierung im Interesse der Menschen fortzuführen, es sei der "Versuch, die eigene Macht innerhalb der Regierung auszubauen". "Es ist ein Rückfall, wenn Sie so wollen, in die Untiefen der ÖVP-Machtpolitik", so Kickl. "War es auf Ibiza eine verantwortungslose Besoffenheit, ist es heute eine kalte und nüchterne Machtversoffenheit", so Kickl.

Angriffe gab es auch auf Kurz selbst. Kickl sei auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen enttäuscht: "Was ich ganz besonders bedauere, ist, dass der Bundespräsident die wahre Absicht hinter einem jungen und freundlichen Gesicht nicht durchschaut hat", so Kickl. Zumindest angedeutet wurde von ihm auch eine Versöhnung mit ganz rechts: "Untadeligen Mitarbeitern ist aufgrund ihrer Heimatverbundenheit vorgeworfen worden, rechtsextrem zu sein", beklagte Kickl.

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(rfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Baldi am 18.05.2019 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Fazit

    Es ist schon interessant, daß ausgerechnet vor den Wahlen immer wieder Videos und Berichte über einen Skandal auftauchen. Hoffentlich fallen die Bürger nicht auf diesen Schwachsinn herein . Ich persönlich wähle diese Rot/Grünen Weltverbesserer nicht mehr.

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  • Peter Lüdin am 18.05.2019 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Politik

    Falle gestellt und hinein getappt. Man muss eben rund um die Uhr vor Menschen, die einem Übles wollen, auf der Hut sein. Allerdings wird das insgesamt nach hinten los gehen. Die meisten Bürger können solche Aktionen mittlerweile ganz gut durchschauen, wer da wem ganz bewusst und mit voller Absicht schaden will.

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  • Igor L. am 18.05.2019 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auftraggeber ?

    Komisch, keiner fragt auch nur im Ansatz danach, wer und wie wohl diese Aufzeichnung beauftragt bzw. angefertigt hat ?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • ibindameinung am 15.06.2019 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    war beste Regierung

    Jetzt erst Recht -FPÖ

  • Wolfgang am 14.06.2019 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ich finde Herr Kurz macht das prima, er hat in der kurzen Zeit schon mehr gemacht als so manche Partei die, die glaubten sowieso zu gewinnen. Ich hoffe ja nur er lässt sich nicht einlullen von den anderen Parteien und beschließt das Rauchverbot, den das ist das Sterben vieler kleinerer Gasthäuser, und das steigen der Arbeitslosigkeit. Nicht nur das er entmündigt das Volk.

  • CuricAmer am 10.06.2019 11:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuwahlen

    Eigentlich ist es egal wen man wählt, ändern tut sich sowieso nichts...

  • Marion am 29.05.2019 00:17 Report Diesen Beitrag melden

    Vorzugsstimmen

    Wie heißt es so schön : wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein

  • hari am 24.05.2019 04:48 Report Diesen Beitrag melden

    fürs Ausland arbeiten gehen

    den Bürgern kostet diese EU-Wahlwerbeveranstaltung Millionen von EURO für insgesamt 18 Personen, die das Miniland dann nach Brüssel schicken darf. Die Österreicher sind nur als Nettozahler gefragt, ansonsten nicht - dzt. exorbitante 3,1 Milliarden im Jahr und Nettoabgang um die 1, 7 Milliarden und im Land ist kein Geld für eine anständige STeuerreform, Plfegegeld/Pensionserhöhungen etc.