Köstinger prescht vor

08. Juni 2019 16:37; Akt: 08.06.2019 16:40 Print

Kommt Plastiksackerl-Aus trotz Regierungssturz?

Ex-Umweltministerin Elisabeth Köstinger möchte das bereits ausgehandelte Plastiksackerl-Verbot im Nationalrat durchboxen. Wird die FPÖ dem zustimmen?

Ein Mann entfernt Plastiksackerl aus einem Strauch in einem Park in Wien. (Bild: picturedesk.com)

Ein Mann entfernt Plastiksackerl aus einem Strauch in einem Park in Wien. (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Aus für das Plastiksackerl war durch die türkis-blaue Regierung bereits paktiert. Dann kam der Misstrauensantrag, der Sturz der Koalition und die Einsetzung der Übergangsregierung.

Umfrage
Wie finden Sie ein Verbot von Plastiksackerln?

Das angekündigte Plastiksackerl-Verbot befand sich danach in der Schwebe, es war völlig unklar, ob dieses nun noch umgesetzt wird.

Wie die "Kronen Zeitung" am Samstag berichtet, will die abgelöste Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in der kommenden Nationalratssitzung am Mittwoch einen Initiativantrag einbringen. "Ich möchte, dass das Verbot – wie ursprünglich geplant – mit 2020 in Kraft treten kann", wird Köstinger zitiert.

Die Freiheitlichen stünden zu den gemeinsam gefassten Beschlüssen der Koalition, bekräftigt demnach Neo-Parteichef Norbert Hofer.

Somit könnte das endgültige Aus des Plastiksackerls von Türkis-Blau auch noch im Nationalrat beschlossen werden, ohne einen einzigen Regierungsposten inne zu haben. Genug Stimmen hätten ÖVP und FPÖ dafür.

Die Bilder des Tages
Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karl am 08.06.2019 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    zu wenig

    Plastiksackerl aus finde ich gut. Es ist aber nur ein Feigenblatt, damit man sagen kann, man tut etwas für den Umweltschutz. Was ist mit Pestiziden, Glyphosat, Düngemittel.... Da will man sich wohl die Finger nicht verbrennen. Wegen dem Bienensterben, einem gesunden Trinkwasser und eben einer gesunden Umwelt sollte man auch hier endlich handeln.

    einklappen einklappen
  • Gustav am 08.06.2019 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    gut zu verkaufender Umweltschmäh

    Ich würde mir wünschen, das für den Umwelt- und Klimaschutz endlich etwas getan wird. Früher waren wir diesbezüglich Vorbild für den Rest der Welt. Heute sind wir irgendwo am Schluss. Das bekommen aber nicht alle mit. Schmähhalber wird ja etwas gemacht, was dann auch sehr medienwirksam kundgetan wird und viele sind zufrieden. Heute ist das "sich selbst verkaufen" in der Politik wichtiger, als Fakten. Das finde ich traurig.

    einklappen einklappen
  • Penelope am 08.06.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wie "wichtig" diese Angelegenheit...

    ...in einem Binnenland wie Österreich ist kann man im Wiki-Artikel "Plastikmüll in den Ozeanen" nachlesen ;) Hauptsache man kann weiterhin Wasser in PET-Flaschen kaufen, welches zumeist von minderer Qualität (und zusätzlich meist fluoridisiert) ist als unser Leitungswasser...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Thirona Sul am 10.06.2019 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit...

    ...den Plastiksackerln. Es wäre an der Zeit, dass Österreich wieder Vorzeigeland wird in Sachen Umweltschutz. Dann noch weniger CO2-Ausstoß, komplettes Verbot von Wegwerfplastik (Partygeschirr, Wattestäbchen, etc.) und Verbot von bienenschädlichen Mitteln in der Landwirtschaft, Förderung von (richtigem) Bio, Flowecelltechnologie anstatt herkömmliche Elektroauto-Akkus usw. usw. usw.

  • Thirona Sul am 09.06.2019 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlig egal, von...

    ...welcher Partei das Plastiksackerl-Verbot stammt, es muss unbedingt umgesetzt werden! Auch, wenn in Österreich der Müll recht gut verarbeitet oder recycled wird gegenüber zu anderen Ländern, sollte dieses Verbot unbedingt durchgesetzt werden. Es soll auch ein Zeichen setzen für andere Länder.

  • Toni am 09.06.2019 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schummelverpackungen

    Es ist sicher jeden schon passiert. Man kauft Lebensmittel in einer großen Packung und darin ist relativ wenig, also viel Luft. Unter anderem bei Pralinen und sonstigen Süßigkeiten. Da wird viel Müll unnötig produziert. Außerdem ist es nicht fair gegenüber dem Konsumenten, der getäuscht wird. Warum wird hier nichts unternommen? Ist da die Wirtschaft dagegen?

  • dirtsa am 09.06.2019 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kurz tingelt wieder mit blauem Wahl-

    Programm durch Österreich auf Stimmenfang im FPÖ-Lager und Köstinger wird auf Grünen-Stimmenfang angesetzt, das Plastiksackerl hätte die ÖVP schon seit Jahren verbieten können! Die echten Problem löst die ÖVP trotz jahrzehntelanger Regierungsverantwortung nicht: Verbot von Pestiziden, Verbot von LKWs die trotz kürzerem Weg über die Schweiz lieber den Brenner benutzen,Verbot von Plastikflaschen und anderen Plastikverpackungen.Und darüber abstimmen lässt Kurz uns auch nicht, denn als 1. Handlung 2017 hat er die von FPÖ geforderte direkte Demokratie verhindert, hat kein Vertrauen ins Volk!!!

  • gerry11 am 09.06.2019 00:17 Report Diesen Beitrag melden

    plastik

    35 kilometer stau auf der tauernautobahn und wir reden über das verbot der plastiksackerln. umwelt????