Ratten-Gedicht

24. April 2019 05:31; Akt: 24.04.2019 07:40 Print

Kommt FP-Dichter nun vor Gericht?

von R. Zwickelsdorfer, M. Klein - Das Gedicht, in dem der Braunauer FP-Vizebürgermeister Menschen mit Ratten verglich, hat Konsequenzen. Der Politiker tritt zurück und aus der FP aus. Nun ermittelt der Staatsanwalt.

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Montagabend sprach FP-Vizebürgermeister Schilcher von "unscharfen, tatsächlich zu wenig präzise durchdachten Formulierungen“ in seinem Gedicht "Die Stadtratten". Einen Rücktritt lehnte er aber ab.

Entscheidung zum Rücktritt

Dienstagmittag dann die Wende: Schilcher tritt von seinem Amt zurück und verlässt die FPÖ. Offenbar war der parteiinterne Druck doch zu groß geworden – auch wenn FP-Chef Strache gestern bei der Präsentation der EU-Kampagne (s. S. 6) versicherte: "Diese Entscheidung hat der Funktionär von sich aus getroffen."

Sowohl Bundes- als Landes-FPÖ hätten von dem Gedicht nichts gewusst. Mit dem Rücktritt solle nun "Schaden von der Partei abgewendet" werden. Kanzler Kurz lobte den "klaren Schritt des Vizekanzlers".

Der Opposition reichen Schilchers Rücktritt und Kurz’ Erklärung nicht. SPÖ und Liste Jetzt forderten vom Kanzler die Aufkündigung der Koalition. Schilcher drohen indes auch strafrechtliche Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Ried (OÖ) hat Ermittlungen aufgenommen – "primär Richtung Verhetzung", sagte deren Sprecher.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Avenarius am 23.04.2019 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Immer nur die Anderen

    Was die SPÖ immer fordert. Die sollen erst einmal den eigenen Stall ausmisten, da sind noch einige Rücktritte offen.

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  • Fragender am 23.04.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Was wäre wenn...

    ...es ein Soze gegen Österreicher, gegen die FPÖ, etc. geschrieben hätte? Wäre da auch so ein Shitstorm entbrannt? Wäre der auch zurückgetreten?

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  • Maxi Muster am 23.04.2019 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht falsch verstehen...

    Vorweg: Ich bin weder links, noch rechts angesiedlt, aber nachdem ich mir jetzt diese "Dichtkunst" (/Sarkasmusende) zu Gemüte geführt habe, erkenne ich nicht den großen Skandal der sich dahinter verbergen soll. Sorry. Als ich den Bericht im Radio hörte war da die Rede davon das Flüchtlinge mit Ratten verglichen werden - Skandal! - aber genaugenommen werden hier nicht NUR Immigranten als Ratten dargestellt, sondern auch ebenso die einheimische Bevölkerung. Tut mir Leid, aber ich seh hier nicht den großen Skandal.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Chu'a Kornnatter am 24.04.2019 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krank

    die leute haben Sorgen, anstatt um einen Text sich den Kopf zu zerbrechen, sollte man sich um die Kriminalität in Ö kümmern, wär viel gescheiter!

  • Besserwisser am 24.04.2019 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Satire

    Die Satire ist und war, wenn überhaupt, nur links orientierten Schreibern erlaubt. Auch wenn diese noch so beleidigend waren, sie hatten stets die "Freiheit der Narren". Nur wenn einmal ein Nichtlinker "gaukelt", wird's zu einem Skandal empor geschaukelt.

  • Herbert Hase am 24.04.2019 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Opposition in Sicht!

    Für mich ist tragisch, dass der Chefin der größten Oppositionspartei statt einer fundierten und starken politischen Antwort nur einfällt laut um Hilfe zu schreien. Das ist es was mich eigentlich erschüttert.

  • Gauf am 24.04.2019 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesetzesbrecher

    Vom Grünen Schlepper aus Kärnten hört und liest man gar nichts mehr. Und der hat definitiv gehen das Gesetz verstoßen. Ist schon interessant was in Österreich für Aufregung sorgt.

    • werner.s. am 24.04.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

      Verständlich

      Das ist verständlich, ist ja ein rotes Bundesland, ein gutes Land...

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  • silver. am 23.04.2019 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Diejenigen die am lautesten schreien

    ...haben das Gedicht nicht mal gelesen. Aber hauptsache sich eine Meinung aus Schlagzeilen bilden und sich dann furchtbar empören. Das ist heute schon eine Kunst!