Öffentliche Schlammschlacht

28. Mai 2018 18:44; Akt: 28.05.2018 20:21 Print

Streit innerhalb der Liste Pilz eskaliert auf Twitter

Der Noch-Klubchef der Liste Pilz, Peter Kolba, veröffentlichte auf Twitter die Liste der Forderungen, die Bißmann stellte, um zugunsten von Peter Pilz auf ihr Mandat zu verzichten.

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Nach der Einstellung der Ermittlungen gegen Peter Pilz will dieser, wie angekündigt, wieder zurück in die Politik und in den Nationalrat. Martha Bißmann, die dessen Nationalratsmandat erbte, soll nun für Peter Pilz verzichten. Für diesen Verzicht stellte sie der Partei allerdings hohe Forderungen, wenn man einer Liste von Forderungen glaubt, die Noch-Klubchef Peter Kolba am Montag auf Twitter veröffentlichte.

Demnach hätte Bißmann unter anderem gefordert, dass sie geschäftsführende Parteiobfrau wird, Listenplatz eins oder zwei bei der EU-Wahl sowie einen sicheren Listenplatz bei der nächsten Nationalratswahl erhält und sie verlangte demnach auch den Abgang Bruno Rossmanns.

Pilz sollte Parteivorsitz abgeben

Parteigründer Pilz sollte sich verpflichten, bei der Übernahme der Klubobmannschaft die Obmannschaft in der Partei zurückzulegen - und im Fall, dass ein Mandat frei wird, Bißmanns Rückkehr über das steirische Mandat zu ermöglichen. Zudem wollte Bißmann auch den Vorsitz der Parteiakademie und bis zum Antritt eines neuen Mandats eine monatliche Entschädigung in Höhe eines Abgeordnetengehalts.

Peter Kolba veröffentliche diese "ultimativen Forderungen" Bißmanns auf Twitter und erklärte, die Partei habe diesen Forderungen entsprochen, trotzdem habe Bißmann einen Rückzieher gemacht.


Bißmann hat diese Veröffentlichung bisher nicht kommentiert. Zuvor hatte sie in einem Interview mit der "Presse" geschildert, dass sie von der Partei aber auch der Öffentlichkeit unter sehr großen Druck gesetzt wurde. Manche seien sogar der Meinung gewesen, "ich hätte eine Watsche für mein Verhalten verdient und dass ich aus dem Klub rausgeschmissen werden sollte", sagte sie im Interview.

Sollte die Forderungsliste tatsächlich der Wahrheit entsprechen, könnte das für Martha Bißmann rechtliche Folgen haben. Da sie für den Mandatsverzicht unter anderem Geld verlangt, könnte das laut der Recherche-Plattform "Addendum" rechtlich unter "Vorteilsnahme zur Beeinflussung" fallen – also Korruption.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Phönix am 28.05.2018 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    Der wahre Charakter der Grünen

    Wenn es um Macht und das Abkassieren geht, zeigt sich der wahre Charakter der Grünen. Immer schön mit dem Finger auf andere zeigen, aber keine Spur besser.

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  • Guziwuzi am 28.05.2018 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wer einmal am Futtertrog sitzt

    Wer einmal am Futtertrog sitzt will freiwillig nicht mehr weg!!!!

  • Landgut am 28.05.2018 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf Wiedersehen

    Pilz braucht niemand! Der soll sich verabschieden und gut ists. Geh in würde alter Mann!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Reinach am 29.05.2018 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Piero

    Herr Pilz ich weiß nicht ob sie schuld sind oder einer miesen Intrige der Grünen ausgeliefert waren tatsache ist jedoch das bei einem Politiker schon der Verdacht reicht zurückzutreten da die Moral höher anzusetzen ist bei einem Politiker aber ihre Zeit wäre sowieso schon abgelaufen sie glauben nämlich ohne sie bleibt die Welt stehen nein die Jungen sollen an die Macht man sieht es auch bei ÖVP kurz sie jedoch sind bereits ein Auslaufmodell der nicht wahrhaben will dass er nichts mehr zu sagen hat gehen sie in guten bevor sie mit nassen Fetzen davon gejagt werden nagt schon der altersschwachsi

  • werwolf53 am 29.05.2018 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Baldrian

    Vielleicht kann Herr KOLBA einmal in seiner Truppe Baldrian Zuckerln austeilen und nicht nur für die Regierung im Parlament !!

  • Nimmer Lang am 29.05.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocken zuerst

    So eine wie die, bezahlen die Steuerzahler viele Abgeordnete, zuerst ich, dann lange nichts, dann vielleicht Österreich

    • Nörgelino am 29.05.2018 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nimmer Lang

      Leider muß ich Dir zustimmen. Egal welche Fraktion 90 Prozent machen es nur wegen Geld oder Prestige. Jede Partei!

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  • grilli am 29.05.2018 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wer anderen,...

    ...eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!

  • Andrea am 29.05.2018 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Bisßmann

    Es heißt Liste Pilz und nicht Liste Bißmann egal was man über Peter Pilz denkt ob man ihn mag oder nicht, er ist der Gründer dieser Liste und die Wähler gaben auch aus diesem Gründ dieser Liste ihre Stimme und wollen auch von ihm als Listengründer vertreten werden. Irgendwann muss Schluss sein mit den Quotenfrauen ohne politischen Wissen und Qualifikation - ist ja nicht nur in der Politik so sondern auch im alltäglichen Berufsleben - genug ist genug.

    • EILMAIL30 am 02.06.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

      VIEL GLÜCK FRAU BISSMANN !

      Es geht aber nicht darum wer die Partei gegründet hat, sondern einzig und allein um seinen Sitz und Verbleib im NR, den PILZ aber aus den bekannten Gründen selbst aufgegeben hat. So hat er die Abgeordnete BISSMANN geholt, die dann im Parlament angelobt und vereidigt wurde. Offenbar gibt es keine rechtliche Handhabe von PILZ, sie jetzt wieder als NR-Abgeordnete zu demontieren. Die teilweise gehässigen Kommentare gegenüber Frau BISSMANN entbehren daher jeder Grundlage. PILZ hätte sich das alles vorher besser überlegen müssen !

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