Und mehr Geld

17. Januar 2019 10:14; Akt: 17.01.2019 19:02 Print

Ministerin führt 3-stelligen "Frauen-Notruf" ein

Bis zu 10 Prozent mehr Budget für Gewalt- und Opferschutz sowie eine dreistellige Frauen-Notrufnummer sind die Maßnahmen, die die Regierung plant.

Alle Maßnahmen im Video.

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Die Ministerinnen Juliane Bogner-Strauß und Karin Kneissl stellten gemeinsam mit Staatssekretärin Karoline Edtstadler ein Maßnahmenpaket zum Frauenschutz vor.

Gewalt gegen Frauen in Österreich sei stark angestiegen. Vier Frauen sind heuer schon gewaltsam zu Tode gekommen. "Wir erleben eine Gewaltwelle gegen Frauen, die ihresgleichen sucht", formulierte es Außenministerin Kneissl.

Notrufnummer und mehr Geld

Juliane Bogner-Strauß führte aus, was die Politik und sie als Frauenministerin nun unternehmen will. Das Budget für Gewalt- und Opferschutz in ihrem Ressort werde um "bis zu 10 Prozent" erhöht. Derzeit betrage es fünf Millionen. Was wenig klingt, rechtfertigte die Ministerin so: "Das ist mehr als je zuvor von einer Regierung für den Gewalt- und Opferschutz in die Hand genommen worden ist."

Auch werde es eine neue Notrufnummer für Frauen geben. Sie soll - anders als die Hotlines, die es schon gibt - dreistellig werden. So kurz und leicht zu merken wie die Notrufnummern von Polizei, Feuerwehr und Rettung.

Wann soll eine Frau dort anrufen? "Allein wenn sie Angst hat vor einem Mann, weil dann läuft bereits etwas falsch. Und dann müssen die Alarmglocken schrillen und dann ruft sie diese dreistellige Nummer an", meinte Bogner-Strauß.

Das Plus an Budget werde - in Zusammenarbeit mit den Bundesländern - für den Ausbau von Übergangswohnungen, Plätzen in Frauenhäusern und Beratung für Opfer sexueller Gewalt verwendet.

Täterarbeit

Der Staatssekretärin Karoline Edtstadler ging es um die Täter. Sie will entsprechende Gesetze ändern, um folgende Pläne zu verwirklichen:

- Bei einer Wegweisung soll zukünftig eine "Bannmeile von 50 Metern um die gefährdeten Personen" verhängt werden.

- Um dafür zu sorgen, dass Gewalttäter nicht durch mangelnde Beweislage freigesprochen werden, soll die Forensik, die Erfassung von Verletzungen verbessert werden. Edtstadler kann sich etwa vorstellen, Verletzungen zu fotografieren.

Und auch bei der Täterarbeit soll angesetzt werden. Dies soll in Zukunft nicht erst im Zuge einer Verurteilung vom Richter auferlegt werden können, sondern schon früher ansetzen. Dazu würde die Polizei die Daten eines Weggewiesenen an entsprechende Organisationen weiterleiten und den Mann verpflichten, sich helfen zu lassen.

Die Opfer sind Migrantinnen

Außenministerin Karin Kneissl sprach darüber, woher diese Explosion an Gewalt gegen Frauen kommen könne. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Frauen in Österreich habe sich - beginnend mit der Kölner Silvesternacht 2015/16 - grundlegend verändert.

Sie bezog sich ausschließlich auf die Täter mit Migrationshintergrund. Es gehe hier um falsche Frauenbilder, einen anderen Zugang zu Werten und generell ganz grundlegende Fragen der Sozialisierung. Die verpflichtenden Wertekurse des Integrationsfonds würden hier eine wichtige Rolle spielen.

Kneissl sprach am Donnerstag auch von einer "massiven Zunahme an weiblicher Genitalverstümmelung" in Österreich. Auch das sei ein Migrationsthema, 100 Prozent der Opfer solcher Verbrechen hätten Migrationshintergrund. Für die Bekämpfung dieser "kulturell bedingten Gewalt" will Kneissl zusätzlich eine Million Euro zur Verfügung stellen.

"Es sind Frauen mit Migrationshintergrund, die vorwiegend psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt sind", meinte Kneissl. Für sie ist es ein "Faktum", dass Österreich ohne die Migration von 2015 "nicht diese Form an Gewalt hätte".

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(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 17.01.2019 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Lösungsansatz

    Schlimm ist, dass man für so einen "Stiefel" auch noch ein MinisterINNEN-Gehalt bekommt. Unheimlich nützlich, wenn man bei einer Massenvergewaltigung schnell eine dreistellige Nummer anrufen kann. Wie wäre es, wenn man die Aggressoren schon mal gar nicht ins Land ließe?

    einklappen einklappen
  • CulturaNonGrata am 17.01.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Na, wie bestellt

    Eine Notrufnummer - nicht viel besser als die Armlänge Abstand, aber zumindest etwas. Wenigstens scheint der werten Dame bewusst zu sein, dass dieses massive Problem ein importiertes ist. Deportation und Rückführungskultur kann also die einzige Lösung sein. Wertekurse zeigten sich bisher immer als nutzlos, denn unsere Werte werden als Schwäche interpretiert und belächelt.

  • Erin am 17.01.2019 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Ja genau,

    wenn mich einer an der Gurgel hat, tu ich schnell mal telefonieren. Da sieht man wieder, wie weltfremd diese Prinzessinnen sind. Ich bin durchtrainiert und stark, Sollte ich mal in so eine Lage kommen, gibt es eine drüber, dann kann ich ja immer noch telefonieren. Ich kann nur empfehlen: Mädels trainiert eure Muskeln und eure Reflexe. Diese Typen wurden reingelassen und jetz wir sie nicht mehr los. Und über Wertkurse lachen die sich einen Ast, wird ihnen doch interessanterweise auch von ihren Müttern Absonderliches eingebläut.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • WOLFGANG Winkler am 19.01.2019 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    hoch qualifiziert, toll, und Geld bekommt man auch noch wenn man so etwas beschließt

  • orianafallaci am 18.01.2019 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    alles wird gut

    Jetzt wird alles gut. Bloss kein EU Austritt oder Aslstop gell Frau Minister:)))

  • Pfitrschi am 18.01.2019 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Erst warten, bis tot

    Soll das Opfer dann anrufen, wenn es tot ist?

  • nawiahiarz am 18.01.2019 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    ursache

    Fragen sie ihren Arzt oder Apotheker, die werden ihnen versichern, die wurzeln der ursache zu beheben.

  • nawiahiarz am 18.01.2019 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    nur so

    achso, Notruf, wertekurse, Armlänge , tolle Lösungen!? Diese grossen Probleme kann man nur an der Wurzel lösen!