FP-Chef im Puls 4-Sommergespräch

19. Juni 2019 20:32; Akt: 10.07.2019 15:58 Print

Neuauflage von Türkis-Blau würde Hofer gefallen

Ab 19. Juni lädt "Puls 4" die Parteichefs von ÖVP, SPÖ, FPÖ, NEOS, Die Grünen und Liste Jetzt zu Sommergesprächen ein. Den Beginn machte FP-Chef Norbert Hofer.

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Unter dem Titel "Österreich vor der Wahl" bittet "Puls 4" Info-Chefin Corinna Milborn die sechs Parteichefs und -gründer vor dem Beginn des Intensiv-Wahlkampfs an drei Hauptabenden zum Gespräch.

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Wie hat sich Norbert Hofer im Puls4-Sommergespräch geschlagen?

Themen der rund einstündigen Sendung sind unter anderem die Geschehnisse des letzten Monats, die Strategie der Parteichefs für den Wahlkampf sowie ihre Ziele für Österreich.

Norbert Hofer, der seit Mai designierter Bundesparteiobmann der FPÖ ist, eröffnete am Mittwochabend die Sommergespräche. Und der Nachfolger von Heinz-Christian Strache zeigte sich darin durchaus angriffslustig.

Abfuhr für rot-blaue Koalition

Im Gespräch mit Milborn stellte der 48-Jährige von Beginn an klar, dass er sich eine Fortsetzung der geplatzten ÖVP-FPÖ-Koalition nach der Neuwahl im September durchaus wieder vorstellen könnte.

Allerdings glaubt Hofer eher nicht, dass die ÖVP wieder mit den Freiheitlichen eine Regierung bilden wird. Stattdessen werde die Volkspartei vermutlich mit den NEOS oder den Grünen zusammengehen, wenn es solche Mehrheiten gibt. Schwarz-Rot sei für Hofer nur schwer vorstellbar.

ÖVP und FPÖ könnten aber "versuchen, den guten Weg, den man begonnen hat, wieder fortzusetzen". Einer rot-blauen Regierung erteilte Norbert Hofer im Sommergespräch bereits eine Abfuhr. Dies würde sich schon alleine "rechnerisch nicht ausgehen", so der FP-Chef.

Zukunf von Strache "offen "

Auch zur politischen Zukunft von Heinz-Christian Strache äußerte sich Hofer in dem Sommergespräch. Laut dem FP-Chef sei dessen Zukunft "wirklich offen". Ob Strache bei der Wien-Wahl 2020 Spitzenkandidat wird, werde nach der Aufklärung "rund um das Ibiza-Video" entschieden werden.

Es würde allerdings nichts geben, "wo ich gesagt hätte 'Nein, es ist in Zukunft überhaupt nichts möglich'", erklärte Hofer im Gespräch mit "Puls 4" Info-Chefin Corinna Milborn. Angesprochen auf das Ibiza-Video sagte der Chef der Freiheitlichen allerdings, dass er "schon sehr verärgert" sei.

"Bei jeder Wahl wird Nazikeule ausgepackt"

Als Norbert Hofer vorgeworfen wurde, er hätte sich als Minister Mitarbeiter mit einer rechtsextremen Vergangenheit ins Kabinett geholt, platzte dem FP-Chef kurzerhand der Kragen. Der 48-Jährige beschwerte sich, dass "bei jeder Wahl die Nazikeule ausgepackt" werde.

Zugleich distanzierte sich Hofer aber in dem Sommergespräch klar vom Nationalsozialismus. "Das war eine fürchterliche Zeit, diese Menschen waren Bestien, Hitler war ein Wahnsinniger und eine Bestie".

So geht es weiter

Nach Norbert Hofer geht es dann mit Werner Kogler (Die Grünen) mit den Sommergesprächen weiter. Am 26. Juni folgen Sebastian Kurz (ÖVP) und Beate Meinl-Reisinger (NEOS). Den Abschluss bilden Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) und Peter Pilz (Liste Jetzt) am 3. Juli.

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(wil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eveline am 19.06.2019 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Diskussion

    Norbert Hofer hat die Milborn ganz schön alt aussehen lassen, bei seinen Antworten. Man kann zur FPÖ stehen wie man will, aber man merkt bei Ihr schon, das sie nicht neutral ist.

  • manola am 19.06.2019 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Hetzkampagne

    Also die Fr. Milborn hat offenbar nur ein Thema , fast jeden der bei der FPÖ ist irgendwie anzupatzen . Ist schon mehr als peinlich und so etwas soll ein neutrales Medium sein , danke .Hofer hatte recht , man muss nicht ein Thema Jahrzehnte hochspielen als gäbe es nichts anderes mehr . Schon traurig was für Hetzkampagnen da generell betrieben werden , jeder gegen jeden anstatt generell Dinge zu verbessern und gemeinsame Ideen dazu zu entwickeln .

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  • man am 19.06.2019 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine gute Idee!

    Zwei mal von den Schwarzen über den Tisch gezogen! Irgendwann sollten die Blauen dazulernen...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bimbo am 21.06.2019 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Elefantenbeinchen

    Es fehlt der einfach der Wille, neutral zu arbeiten.

  • würde wohl jedem gefallen am 21.06.2019 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    wenn man pro monat

    >20 TEuro steuergeld in die eigenen taschen fließen lässt. nur ist das bei weitem noch nicht alles an zuwendungen, die politiker 'so nebenbei' erhalten.

  • Johanna am 20.06.2019 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    Sendungstitel: Wühlen in Jugendfotos

    Frau Milborn, bitte senden Sie mir ihre Kinder- und Jugendfotos, besonders jene, die Sie aus heutiger Sicht in unangehmenem, peinlichen, beschämenden, kom­pro­mit­tie­ren Situationen zeigen. Ich möchte daraus eine TV-Sendung machen namens 'Sommergespräche'. Ich bastle daraus eine haarsträubende Story, die Sie vor laufender Kamera diffamieren soll. Als Dankeschön erhalte ich den Goldenen Journalistenpreis Wiens und ergattere womöglich den Chefsessel der Redaktion. Die Zuseher werden es mit dem Ausschaltknopf danken.

  • Puls4_Zuschauer am 20.06.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich vor der Wahl...

    ... Corinna Milborn ist GUT, Norbert Hofer ist BESSER...

  • der liebe gott möge uns am 20.06.2019 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    davor bewahren, eine neuauflage

    schwarz/blau anzudenken. wenn kurz das vor der wahl sagt, werden ihm unzählige wähler den rücken kehren, und das ist auch vollkommen gut und richtig so. obwohl der liebe gott ganz sicher viel wichtigeres zu tun hat, möge er doch den wählern etwas 'geist' und auch erinnerungsvermögen (20.5.2019) einhauchen. dann wird bestimmt alles gut.

    • MAXi am 20.06.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      Genug ist genug ...

      Meines Erachtens handelt es sich hier um einen Kommunikationsfehler. Kurz meint damit wohl die Neuauflage seiner Konzepte.

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