Gefakte Facebook-Seiten

30. September 2017 18:11; Akt: 30.09.2017 22:03 Print

Parteien verurteilen SPÖ-Kampagne, Kern schweigt

Ex-SPÖ-Berater Silberstein soll teils antisemitische Facebook-Seiten gegen Sebastian Kurz betrieben haben. Von den übrigen Parteien gab es heftige Kritk.

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Am Samstag wurde bekannt, dass der inzwischen gefeuerte SPÖ-Wahlkampfberater Tal Silberstein die Facebook-Seiten "Wir für Sebastian Kurz" sowie "Wahrheit über Sebastian Kurz" in Auftrag gab. Gefälschte Facebook-Accounts sollten ein schlechtes Licht auf ÖVP-Chef Sebastian Kurz werfen und gleichzeitig auf die FPÖ als möglichen Urheber hindeuten.

SPÖ-Chef Kern will nicht kommentieren

Als SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler deshalb von seinen Ämtern zurücktrat, betonte er, dass die SPÖ-Führung die Facebook-Seiten weder in Auftrag gegeben noch davon gewusst habe. SPÖ-Chef und Bundeskanzler Christian Kern äußerte sich am Samstag offiziell nicht zu den Enthüllungen.

Er betonte gegenüber der ZIB lediglich, dass ja wohl niemand glauben werde, die SPÖ würde Dirty Campaigning gegen sich selbst finanzieren. Kern spielte damit darauf an, dass auf den Facebook-Seiten auch Angriffe gegen Kern gepostet wurden.


Georg Niedermühlbichler tritt zurück. (Quelle: Video3)

Heftige Kritik von anderen Parteien

Von den anderen Parteien kommt jedoch heftige Kritik an der verdeckten Schmutzkampagne der SPÖ. Der ÖVP-Landeshauptmann von Oberösterreich und Vizeparteichef Thomas Stelzer sieht eine "rote Linie" überschritten. Die SPÖ habe im Wahlkampf "einen neuen Tiefpunkt erreicht".

Der stellvertretende FPÖ-Obmann Norbert Hofer zeigte sich in einer Aussendung "entsetzt über das Ausmaß dieser Negativkampagne".

"Historische Grenzüberschreitung"

In ähnlichem Tonfall sagen auch die Grünen in einer Aussendung eine "historische Grenzüberschreitung" der SPÖ, antisemitische und rassistische Hetze als Wahlkampfmittel einzusetzen. Die Neos sehen den Wahlkampf-Skandal als "Höhepunkt eines verunglückten Erneuerungskurses".

Den Rücktritt von SPÖ-Geschäftsführer Georg Niedermühlbichler begrüßen die anderen Parteien zwar, sehen aber die Letztverantwortung bei Christian Kern selbst.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dorogai am 01.10.2017 00:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wie tief kann man noch sinken......

    Unglaublicher Tiefstpunkt der SPÖ. Und der Herr Kern schweigt? Hätte er auch nur in Ansätzen so etwas wie Anstand im Leib dann würde er unverzüglich zurücktreten. Ist schon schlimm wie weit man geht wenn einem die Macht und damit die Pfründe abhanden zu kommen drohen. Aber wartet nur ab -- die Proteste und Sanktionen gegen eine Schwarz-Blaue Regierung sind mit Sicherheit auch schon bestellt. Jede Wette!

  • Masterfire am 30.09.2017 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wars wahrscheinlich

    Ich glaub das wars jetzt endgültig für die SPÖ, bin gespannt ob es Schwarz-Blau besser macht oder ob Sie alle nur groß Reden und im Endeffekt nichts ändert.

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  • Michi am 01.10.2017 01:40 Report Diesen Beitrag melden

    "will nicht kommentieren"

    Was heisst "will nicht"? Er hat zu kommentieren. Was ist denn das bitte für ein Bundeskanzler? Alles was in diesen Dossiers über ihn gesagt wurde, scheint sich zu bewahrheiten.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Arbeiter am 01.10.2017 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll noch geschehen?

    Jetzt ist auch noch herausgekommen, dass Kern eine Beteiligung einer israelischen Firma besitzt, deren einige Anteilhaber in Koruption und Betrügereien verwickelt sind. Die SPÖ ist untragbar, sie schauen nur noch wie können sie sich möglichst schnell mit Millioneneinkünften bereichern. Das ist längst keine Partei mehr für den kleinen Arbeiter.

  • Free am 01.10.2017 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen, KPÖ...

    Koalition ÖVP, FPÖ und BZÖ von 2000 bis 2006 bzw. verstorbene Bundespräsident Dr. Thomas Klestil angelobt. Koalition SPÖ und ÖVP von 2006 bis 2008 und nochmals SPÖ und ÖVP von 2008 bis 2013. Koalition SPÖ und ÖVP von 2013 bis 2017, das heißt diese Regierung wurde i.R. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer angelobt und bis zur heutigen Zeit noch eine Reigierung ist. Es ist doch nachvollziehbar - was sich einige Abgeordnete geleistet haben - ist beschämend - in dieser Demokratie!

  • Fuzzy am 01.10.2017 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Straftat

    Das ist schlichtweg eine Straftat. Das ist nicht zu entschuldigen. Ich erwarte tiefgreifende Konsequenzen.

  • skyfarmer am 01.10.2017 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hr

    tiefer kann die SPÖ nicht mehr fallen.. eine Partei die absolut unwählbar ist. der pizzabote soll seinen Hut nehmen und untertauchen. .

  • Calimero am 01.10.2017 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zahltag

    Jetzt erst recht ! x SPÖ *hihi*

    • skyfarmer am 01.10.2017 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Calimero

      grins

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