Nach Koalitions-Ende

21. Mai 2019 09:53; Akt: 21.05.2019 14:03 Print

Wie geht es jetzt mit Kickls Pferden weiter?

Vor nicht einmal einem halben Jahr suchte der Innenminister nach passenden Tieren für seine Reiterstaffel. Jetzt ist er seinen Posten los.

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Zwölf Pferde holte sich der nunmehr ehemalige Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) für seine Reiterstaffel. Diese mussten ganz bestimmte Kriterien erfüllen: braun oder schwarz, kastriert, Warmblüter und auch das Temperament sollte passen.

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Kickls Pferde-Polizei: Top oder Flop?

Ganz so einfach lief es dann nicht über die Bühne. Erst gab es großen Widerstand der Oppositionsparteien, dann mussten Pferde und Reiter gefunden werden. Nun wartet wohl die größte Hürde auf die Pferde: Das plötzliche Ende der türkis-blauen Koalition. Was jetzt mit der Reiterstaffel passieren wird, ist unklar.

Kommen die Pferde wieder nach Ungarn?

Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe hofft zumindest, dass sich das Projekt nun erledigt hat. "Ich biete hiermit an, die schon in der Ausbildung gepeinigten Tiere auf unserem Tierschutzhof aufzunehmen, wo sie dienstfrei gestellt wären und auf über fünf Hektar wenigstens ihr restliches Leben genießen könnten und nur noch liebevoll betreut würden", so Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler.

Die Pfotenhilfe spricht davon, dass Pferde nicht für Polizeidienste geeignet wären: "Pferde sind Fluchttiere und geraten sehr leicht in Panik. Ihnen das mit Knalltrainings abgewöhnen zu wollen, ist nicht nur absurd und widernatürlich, sondern auch extrem tierquälerisch", erklärt Stadler.

Weiters wird befürchtet, dass die Pferde von Wiener Neustadt wieder nach Ungarn oder in die anderen Herkunftsländer zurückgebracht werden, wo man erfahrungsgemäß Angst haben müsse, dass sie umgebracht werden. In dem Zusammenhang weist man darauf hin, dass bei den ungarischen Pferden schon vor einigen Wochen wegen Lahmheit reklamiert wurde und sich dadurch deren Überlebenschancen noch weiter verringern würden.

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(slo/red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fortitudo am 21.05.2019 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Übertreiben wir mal nicht

    " in der Ausbildung gepeinigten Tiere" - überall in der Welt nutzen Menschen Pferde, auch als Polizeipferde!

    einklappen einklappen
  • silver. am 21.05.2019 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Die anderen dürfen, wir nicht

    Nur wir haben so mächtige Besserwisser im Land, die einem all die coolen Sachen verbieten...Pferde haben 4000 Jahre Menschheitsgeschichte und unzählige Schlachten hinter sich, aber sie will uns erklären dass das scheue, verschreckte Tiere wären.

  • Southpaw am 21.05.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die Pferde stellen...

    ...wir ein halbes Jahr in den Stall. Nach der nächsten Wahl wird Kickl sie ja wieder brauchen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • pferdchen150273 am 21.05.2019 14:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pferde

    An freizeitreiter verkaufen. So zuverlässige, gut ausgebildete pferde findet man selten.

  • Hopala am 21.05.2019 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Karikatur

    Schade, dass er gehen muss. Er wollte doch noch in Uniform und Hermelinmantel vom Balkon in Schönbrunn winken!

  • Stascheißakorl am 21.05.2019 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verarbeiten

    Ja zum Schuller, Gulasch, Leberkäs und Wurst.

    • Desert Eagle am 21.05.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Für Schlachtpferde sind sie

      zu alt. Aus denen kann man nur mehr Suppe kochen.

    einklappen einklappen
  • silver. am 21.05.2019 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Die anderen dürfen, wir nicht

    Nur wir haben so mächtige Besserwisser im Land, die einem all die coolen Sachen verbieten...Pferde haben 4000 Jahre Menschheitsgeschichte und unzählige Schlachten hinter sich, aber sie will uns erklären dass das scheue, verschreckte Tiere wären.

  • Francesco am 21.05.2019 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Steckenpferd

    Wie gehabt. Wo Kickl draufsteht, ist Wickl vorprogrammiert.