Alexander Van der Bellen

10. Januar 2019 11:36; Akt: 10.01.2019 11:36 Print

Präsident lobt den Kanzler und rügt die FPÖ

Bundespräsident Alexander Van der Bellen kritisiert die FPÖ-Angriffe auf die Caritas durch die Freiheitlichen, lobt aber den Regierungspartner.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen. (Bild: picturedesk.com)

Bundespräsident Alexander Van der Bellen. (Bild: picturedesk.com)

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen bezieht in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "trend" erstmals Stellung zur seit Tagen brodelnden politischen Diskussion rund um die Hilfsorganisation Caritas. Dass Caritas-Präsident Michael Landau in Richtung Regierung und der FPÖ "Empathie-Defizite" ortete, sieht Van der Bellen als "zulässige Kritik".

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Vor allem die FPÖ reagierte auf Landaus Worte aggressiv: Freiheitliche Politiker warfen der Caritas und Landau "Profitgier" vor und sprachen von einer "Asylindustrie". Daran stößt sich der Bundespräsident: "Dass die Caritas beflegelt wurde, finde ich nicht in Ordnung." Apropos Asyl: Sollte die geplante Verstaatlichung der Asyl-Rechtsberatung kommen, "werden wir uns das in der Präsidentschaftskanzlei verfassungsrechtlich genauer anschauen", so Van der Bellen.

"Austritt aus EU ist unpopulär"

Bundeskanzler Sebastian Kurz streift dagegen Lob als "äußerst professioneller Politiker" ein: "Egal, ob man nun inhaltlich teilt, was er macht, oder nicht. So gut aufgestellt war eine Regierungspartei schon lange nicht mehr", so der Bundespräsident. Maßnahmen sieht er aber in der geplanten Steuerreform nötig, denn da würden Ökologisierungs-Elemente fehlen: "Wenn das so ist, ist es bedauerlich. Denn man kann nicht oft genug predigen: Der Klimawandel beschleunigt sich, und wir haben nicht mehr viel Zeit."

Während Van der Bellen die britische Krisenpolitik rund um den Brexit kritisiert, glaubt er nicht, dass die EU-Wahlen im Mai und ihre Folgen zu einer neuerlichen Zerreissprobe für die Union führen könnten: "Der Brexit war für alle anderen ein Schock, auch für die, die für einen Frexit, Öxit etc. eingetreten sind. Mittlerweile ist nicht einmal mehr Madame Le Pen für einen Austritt aus der Union. An Brüssel kann man kritisieren, was man will – der Austritt ist in allen Ländern der EU unpopulär."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wienerin am 10.01.2019 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin zufrieden

    mit dieser Regierung nur, auf den was ich nicht zufrieden bin. Ist unser Hr. Präsident.

  • Patrizia am 10.01.2019 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Reden ist Silber

    Ist unser aller Präsident jetzt unabhängig, wie er das versprochen hat? Oder doch nicht?

  • Habakuk am 10.01.2019 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Tagespolitik

    Der Bundespräsident hat sich NICHT in die Tagespolitik einzumischen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Helmut am 10.01.2019 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh wie undankbar

    Hat er doch der FPÖ zu verdanken das er Bundespräsident ist ;-)

  • Maverick am 10.01.2019 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Das Ende naht

    Der Einzige, der nicht mehr viel Zeit hat, ist er. Im Übrigen sollens ihn ins Raucherkammerl sperren, dann haben wir wenigstens eine Ruh.

  • Edi am 10.01.2019 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück

    Sehr gut erkannt Hr. Bundespräsident, die Regierungsbeteiligung der FPÖ ist Dank Hr. Kurz eh bald Geschichte.

    • F.P.K. am 11.01.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      Glaskugelblick

      Sehr geehrter Herr Edi! wenn Sie schon die Zukunft wissen.....wie lauten die richtigen Zahlen im EuroLotto am Dienstag? Oder sind Sie am Ende nur ein wichtigmachender Sprücheklopfer?

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  • Statistiker am 10.01.2019 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Blaues Chaos

    Endlich einmal ein Präsident der sieht wie es in unserem Land läuft, auf der einen Seite ein toller Bundeskanzler, auf der anderen Seite nur blaues Chaos pur, ein paar blaue Burscherl die Regierung spielen wollen es aber nicht können.

    • soundmaster1957 am 11.01.2019 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Statistiker

      lebst auch im Chaos sonst würden dir solche unnötigen unrealen Kommentare nicht entgleiten du wiffzack

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  • Franz Absberg am 10.01.2019 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Tagespolitische Kritik unerwünscht

    Er ist vom Grün-Obmann noch nicht im unabhängigen Amt des Bundespräsidenten angekommen.

    • Nil am 10.01.2019 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Absberg

      Wird er auch nie schaffen, ist ja nicht mal fähig mit den Rauchen aufzuhören der Grüne Mann mit der schwarzen Lunge.

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