Nationalbank-Chefs

21. August 2018 19:36; Akt: 21.08.2018 20:11 Print

Rochade in der ÖNB: Mahrer wird Präsident

Die Verträge der Nationalbank-Chefs laufen demnächst aus. Eine Überraschung gibt's bei den Nachbesetzungen.

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer hat ab September einen zweiten Job. (Bild: Helmut Graf)

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer hat ab September einen zweiten Job. (Bild: Helmut Graf)

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In der Österreichischen Nationalbank sind demnächst die zwei höchsten Posten neu zu besetzen: Der des Gouverneurs und der des Präsidenten.

Wie die "Presse" am Dienstagabend berichtet, gibt es dabei durchaus Unerwartetes zu berichten.

Türkis-blauer Deal
Denn man hätte annehmen können, dass sich die Kanzlerpartei ÖVP vorbehält, den obersten und wichtigsten Posten des Nationalbank-Gouverneurs zu besetzen. Die FPÖ hätte im Gegenzug den nächsten (weniger wichtigen) Präsidenten bestimmen dürfen. Doch es wird wohl umgekehrt sein.

Mr. 1000-Euro-Schein
Denn der aktuelle Nationalbank-Präsident Claus Raidl (ÖVP-nah) wird erneut durch einen ÖVP-nahen Mann ersetzt. Nämlich Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer (45). Der frühere Wirtschaftstaatssekretär wurde der breiten Öffentlichkeit vor zwei Jahren mit seiner heiß diskutierten Idee einer 1000-Euro-Banknote bekannt.

Die Nominierung Mahrers, der ab September sein neues Amt ausfüllen soll, wurde der APA aus Regierungskreisen bestätigt. Präsident der Wirtschaftskammer wird er weiterhin bleiben.

Wichtigster Posten an die FPÖ
Nicht bestätigt, aber logisch, wäre dann, dass die FPÖ im Umkehrschluss den Posten des Gouverneurs besetzen darf. Dafür kommt der frühere Weltbank-Direktor Robert Holzmann (FPÖ) in Frage. Er soll den derzeitigen SPÖ-nahen Gouverneur Ewald Nowotny ersetzen.

Die Entscheidungen sollen in der Ministerratssitzung am Mittwoch, dem 22. August, gefällt werden.

Personal-Rochade
Der Generalrat der Nationalbank wurde bereits in den vergangenen Monaten politisch "umgefärbt". Alle SPÖ-nahen Mitglieder wurden ersetzt, an ihrer Stelle sitzen nun Vertraute der FPÖ und ÖVP, wie die "Presse" berichtet. An der Spitze des Generalrates sitzt das Präsidium, das nun ebenfalls neu besetzt wird. Operativ wird die Nationalbank vom Direktorium geleitet, an dessen Spitze der Gouverneur steht.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elke am 21.08.2018 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow

    Hr. Mahrer haben sie nicht schon genug Jobs. Wirtschaftskammer Chef, Chef des wifo, Chef der SVA der gewerblichen Wirtschaft, Amt in der sporthilfe, Nationalbank Präsident gibt's eigentlich einen Job den sie nicht machen können?vor allem sehr aufwendig können diese Jobs alle nicht sein werden aber fürstlich entlohnt. Also ich kann leider nur einen job machen.

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  • Black Cube am 21.08.2018 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    Na klar doch!

    Das nächste Desaster vorprogrammiert. Die Blauen sind mit Abstand die korruptesten Politiker die es jemals in Österreich gab, Alles was die wollen ist für die Kapitalisten das Sozialsystem, die Löhne, die arbeitenden Menschen zu zerstören und Geld einzusacken ohne Ende, der einzige Antrieb im Leben eienes blauen Politikers. Noch korrupter gehts eigentlich nicht mehr. Korruption mit Ansage, als politisches Ziel, das ist rechte Politik.

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  • Lool am 21.08.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Spannend

    Ich bin gespannt ob es wie bei der letzten schwarz/blauen Regierung ausgeht. Letztes Mal haben uns mehr Schulden aufgebaut obwohls auch damals einen Sparkurs gefahren sind. Aber mich wundert es ein wenig, das sich die schwarzen einfach so die Chefposten in der Nationalbank wegnehmen lassen. Hmm... könnte ja irgendwann mal vill. eine super Ausrede für die schwarzen werden, warum Geld irgendwo verschwunden ist und warum Sie selbst keine Schuld daran haben. Vill. läuft das dann auf das hinaus, wie beim ehem. schwarz-blauen Finanzminister.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ang ewidert am 22.08.2018 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelmoral

    Jahrelang haben die Blauen den Postenschacher in den Parteien angeprangert und was machen sie jetzt....das Gleiche aber in einer Art dass es ein Wahnsinn ist. Kurz muss natürlich auch seine Putschmänner belohnen, man will ja nix schuldig bleiben. Die Moral an dieser Gschicht, vertrau dieser Regierung nicht.

  • onlinekiebitz am 22.08.2018 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre noch zu hinterfagen ....

    .... ob er für jede seine " tätigkeiten " auch eine eigene pension bekommt ??? das würde ja in die zehntausende gehen ! ein wahnsinn solch eine ämterkommulierung !!!

  • Wolfgang am 22.08.2018 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    SuperMahrer

    Der lacht nur über unsere Ablehnung gegenüber der 60 Stundenwoche. Mahrer führt bei sich nämlich den 60 Stundentag ein. Zumindest wird er so bezahlt von unserem Geld. Also wer jetzt noch nicht kapiert, dass diese Regierung nur für sich arbeitet und nicht fürs Volk, der tut mir sehr leid. Kurz der Sargnagel unseres Landes.

  • was zu erwarten war am 22.08.2018 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    die lustige postenschacherei

    und umfärberei geht munter weiter, egal ob eine qualifikation vorhanden ist. bis zu den nächsten wahlen wo die nächsten wahlgewinner wieder um die bestens bezahlten sesserl streiten. derzeit ist es halt - wie bereits gehabt und leidlich "genossen"- wieder einmal schwarz/blau, es bleibt abzuwarten wie lange es noch dauert, bis die neuerlichen umgruppierungen der staatsposten stattfinden.

  • Norbert am 22.08.2018 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hr. Mahrer ist der Beste

    4 Jobs: 4x40 Stunden in der Woche. Bei einer 5 Tagewoche sind das 32 Stunden am Tag. Bei einer 6 Tagewoche 26,6 Stunden am Tag. Bei einer 7 Tagewoche 22,8 Stunden am Tag. Wie schafft der das?

    • Lupo am 22.08.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

      Obergierig

      bis zum geht nicht mehr.

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