60.000 von Kürzung betroffen

21. Juni 2018 11:15; Akt: 21.06.2018 11:16 Print

So viele Österreicher trifft die Mindestsicherung neu

Die Pläne der türkis-blauen Regierung zur Kürzung der Mindestsicherung trifft neben Migranten auch mehr als 60.000 Österreicher.

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Wie im Ö1-Morgenjournal am Donnerstag berichtet, sind neben anerkannten Flüchtlingen und Zuwanderern, die ein bestimmtes Deutsch-Niveau noch nicht erreicht haben, auch zumindest rund 60.000 Österreicher von der Kürzung der Mindestsicherung betroffen. Demnach fallen neben Familien mit mehreren Kindern auch Personen, die keinen heimischen Pflichtschulabschluss haben, in jene Gruppe.

Umfrage
Sind die Pläne für die neue Mindestsicherung ok?
55 %
42 %
3 %
Insgesamt 2776 Teilnehmer

Auch ihnen wird die Mindestsicherung um bis zu 300 Euro pro Monat gekürzt. Die betroffenen Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren sollen künftig nur noch 560 Euro monatlich erhalten.

Diese Zahl der potenziell betroffenen Einheimischen sei laut Angaben von Mario Steiner vom Institut für Höhere Studien sogar noch die Untergrenze. So gebe es dem Bericht nach aktuell 2,7 Prozent Schüler mit deutscher Umgangssprache, die als höchsten Bildungsabschluss die Primarstufe abweisen. Das seien hochgerechnet etwa 120.000 Menschen.

Lesen Sie hier: Van der Bellen kritisiert Pläne zu Mindestsicherung

Die Pläne der Bundesregierung für die Mindestsicherung sehen die Kürzung der Mindestsicherung für Flüchtlinge vor. Außerdem sollen nur mehr jene Flüchtlinge Anspruch erhalten, die über ausreichend Deutschkenntnisse verfügen. Subsidiär Schutzberechtigte und Asylwerber sind von der Mindestsicherung ausgeschlossen, da diese in der Grundversorgung sind.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrizia am 21.06.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe nicht

    Also dass die Mindestsicherung für Kinder nicht auch 850 Euro sein kann, wo Kinder ja in einem gemeinsamen Haushalt Leben und Miete, Fixkosten, Strom usw. wegfallen muss doch einem halbwegs intelligenten Menschen klar sein. Verstehe gar nicht warum man da noch diskutieren muss. So würde ja ansonst eine Familie mit 3 Kindern auf 5 mal 850 Euro = 4250 Euro kommen. Soviel bekommt ja nicht mal eine Familie wo beide Elternteile schwer arbeiten gehen.........

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  • dsgl am 21.06.2018 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Motivation

    Das könnte dann doch vielleicht auch eine Motivation sein, zusätzliche Ausbildungen zu machen und ev. auch den Pflichtschulabschluß nachzuholen. Es kann ja auch nicht die Lösung sein, v.a. als junger Mensch, einfach in der Mindestsicherung zu verharren ohne Aktivitäten zu setzen, die eigenen Chancen am Arbeitsmarkt durch zusätzliche Bildung zu erhöhen.

  • Martin am 21.06.2018 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Logik

    Wenn Bello dagegen bellt, kanns nur gut sein! Und jene "Einheimischen", die oben genannt werden, wie zb. Ali und Ayshe, müssen eben den Pflichtschulabschluss mal nachholen und besser deutsch lernen!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ich am 28.06.2018 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ich

    Der staat will am ende das nur eingezahlt wird egal wer nur lauter jz denker wirklich

  • Ossi am 26.06.2018 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich immer gegen Österreicher

    Die Maßnahmen der Regierung treffen vorwiegend die Österreicher. Und meist die Ärmsten unter uns. Der Hinweis, dass auch ein paar Ausländer betroffen sind reicht aus um deren Fans ins Jubeln zu bringen

  • Elisabeth Stickler am 23.06.2018 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Geldkürzung motiviert

    Wie viele von den über 60 000 Österreichern die keinen heimischen Pflichtschulabschluss haben, können Deutsch???? Das wäre interessant zu wissen. Denn viele dieser "Österreicher" werden mit der neuen Mindestsicherung Geld verlieren weil sie gar nicht Deutsch können. Und genau diese Zielgruppe möchte unsere neue Regierung motivieren endlich Deutsch zu lernen. Vielleicht gelingt das ja, mit der Geldkürzung? Es ist schlimm, dass so viele "Österreicher" kaum oder gar nicht Deutsch sprechen, und von der Mindestsicherung leben. Das gehört dringend geändert.

  • Mela ich am 22.06.2018 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Zwischen den Zeilen steckt die Wahrheit

    Soviel ich bei der Mindestsicherungs Debatte mitbekommen habe , wird so gekürzt das es kein Mietzuschuss mehr gibt. Das wird angeblich gestrichen und somit werden es bis zu 350 Euro weniger. Je nach Personen Anzahl im Haushalt. Schwankend. Oder man bekommt nichts.?!

  • j.l. am 22.06.2018 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    das oder gar nichts

    is das selbe.wer kann schon auskommen mit den paar kröten? ich sehe die kriminalstatistik nach oben schnellen dankt sturz und krache

    • Elisabeth Stickler am 23.06.2018 06:48 Report Diesen Beitrag melden

      Mindestsicherung ist zu hoch

      Eine Familie mit 3 Kindern bekommt in Wien ca 3200 Euro Mindestsicherung (2590 Euro + Familienbeihilfe) netto, dazu noch diverse Förderungen......!!!!!!! Das ist nicht Arm!!!!!!! Welche 5 köpfige Familie wo die Eltern arbeiten gehen, hat so ein hohes Einkommen???? Dass die Mindestsicherung für eine 5 köpfige Familie auf 2190 Euro + 500 Euro Familienbeihilfe reduziert wird, ist fair. Die heutigen Armen sind die die arbeiten gehen, und nirgends Förderungen bekommen. Viele von ihnen leben von weniger Geld als die Mindestsicherung hoch ist. Sie sind deshalb nicht kriminell geworden.

    • Avanti Popolo am 23.06.2018 07:26 Report Diesen Beitrag melden

      Wie hoch ist ihr monatliches Netto-

      einkommen, Frau Stickler? Würden Sie mir das verraten?

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