Strache gegen Wolf

13. März 2018 17:08; Akt: 13.03.2018 18:09 Print

Strache entschuldigt sich, muss 10.000 Euro zahlen

In der "Lügen-Posting"-Causa rund um H.C. Strache und Armin Wolf hat es einen außergerichtlichen Vergleich gegeben. Der Vizekanzler muss zahlen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und ORF-Moderator Armin Wolf haben einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen.

"Lügen-Posting"
Es ging um ein Facebook-Posting des Vizekanzlers gegen den ORF, in dem Strache den Slogan des Unternehmens umdichtete: "Es gibt einen Ort, wo Lügen und Fake News zu Nachrichten werden. Das sind der ORF und das Facebook Profil von Armin Wolf."

Sowohl der ORF als auch Armin Wolf selbst haben daraufhin rechtliche Schritte gegen Strache eingeleitet. Die Auseinandersetzung mit Wolf endete für Strache mit einer empfindlichen Geldstrafe, wie Armin Wolf am Dienstag auf seinem Blog bekanntgab. Es wurde ein außergerichtlicher Vergleich geschlossen, die Sache kommt also nicht vor Gericht.

10.000 Euro Strafe
Strache muss die Behauptung in Zukunft unterlassen. Zusätzlich muss er eine schriftliche Entschuldigung zehn Tage lang auf seiner Facebook-Seite fixieren und ein Inserat auf Seite 3 der "Kronen Zeitung" schalten.

Sämtliche Kosten dafür trägt der Vizekanzler, zusätzlich hat sich sein Anwalt mit Wolf auf eine Zahlung von 10.000 Euro Entschädigung geeinigt, die an das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) gespendet werden.

"Mir scheint diese Lösung fair"
Armin Wolf sieht diese Lösung als fair und sinnvoll an: "Mir ging es ja nicht darum, einen Politiker vor Gericht zu zerren, sondern klarzustellen, dass es bei aller – berechtigten und notwendigen – Kritik an der Arbeit von JournalistInnen und Medien auch Grenzen gibt, und zwar dort, wo es persönlich diffamierend wird", schreibt er auf seinem Blog.

Die Nachricht interessierte am Dienstagnachmittag derart viele Leser, dass die Website von Armin Wolf zwischenzeitlich in die Knie ging. Lesen Sie hier mehr dazu.

Die Entschuldigung im Wortlaut:


(Foto: Screenshot)

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wienerberg am 13.03.2018 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocksyndikat ORF

    So kann sich der Orf auch bereichern. Jetzt erst recht gegen die Zwangsgebühren abstimmen.

    einklappen einklappen
  • manu am 13.03.2018 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    wenn es ein

    anderer politiker gewesenwäre aus einer anderen partei dann hätte herr wolf die entschuldigung sicher angenommen aber bei der fpö natürlich nicht herr wolf ist einfach nur überheblich und unsympatisch und er paßt zu perfekt zum rotfunk

    einklappen einklappen
  • wasSolldas am 13.03.2018 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Verkehrte Welt

    Und wer entschuldigt sich bei der österreichischen Bevölkerung für den Orf und zahlt Schadensersatz? Wieder siegt die Ungerechtigkeit. Was ist nur los?

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 14.03.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Weg..

    Anstatt einen Manipulatior in seinem Handeln noch zu bestätigen, hätte man sich eventuell die Mühe machen sollen ALLE Verhöre von Herrn Wolf zu sichten, ich weiß definitiv, dass seine Worte zum Teil nicht ganz der Realität entsprachen... Habe ich das jetzt schwammig genug formuliert, damit sich kein ORF Günstling angegriffen fühlt?

  • Max Mustermann am 14.03.2018 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    ORF und Wolf sind zum Vergessen

    Der schlechteste aller Sender ist der ORF. Armin Wolf ist einer von mehreren "Journalisten", die ihre Arbeit im Sinne des Rotfunks erledigen. Stets auf fast schon extrem linker Parteischiene der Sozialisten. Kann man sehr gut bei den Diskussionsrunden vor Wahlen beobachten.

  • Pool5 am 14.03.2018 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wolf

    Wann entschuldigst sich Herr Wolf für seine ständigen Beleidigungen.

    • Josef Vouivre am 14.03.2018 09:16 Report Diesen Beitrag melden

      Was meinen Sie konkret?

      Welche Beleidigungen? Was meinen Sie konkret? Ich verfolge seine Interviews mit viel Vergnügen. Aber Beleidigungen sind mir noch keine aufgefallen. Sogar Strache hat in einem Interview gesagt, dass er immer korrekt behandelt wurde von Wolf

    einklappen einklappen
  • Josef Vouivre am 14.03.2018 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Lobenswert

    Durch die ständigen Vergleiche und die Spenden wird die FPÖ langsam zum wichtigsten Geldgeber für Flüchtlingsorganisationen und DÖW. Für irgendwas muss diese Partei ja auch gut sein.

  • Michi am 14.03.2018 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Tal Silberstein

    Ich warte noch immer auf die Entschuldigung vom Kern.