ÖVP und FPÖ kritisieren

27. Oktober 2018 12:40; Akt: 27.10.2018 12:40 Print

Drozda nahm geborgtes Gemälde mit in SPÖ-Büro

Als Kanzleramtsminister erhielt Thomas Drozda (SPÖ) eine Leihgabe aus dem Belvedere für sein Büro. Jetzt hängt das Kunstwerk in der Parteizentrale.

 (Bild: picturedesk.com)

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SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda steht wieder einmal in der Kritik. Nachdem er für seine teure Uhr angefeindet wurde, muss er sich nun für ein Gemälde rechtfertigen.

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Wie die "Presse" berichtet, hing in Drozdas Zeit als als Kanzleramtsminister in seinem Büro am Wiener Ballhausplatz ein schwarz-grünes Gemälde des österreichischen Künstlers Kurt Kocherscheidt mit dem Titel "Im Raum drinnen II". Drozda erhielt das Kunstwerk im Jahr 2016 als Leihgabe vom Belvedere. Mittlerweile ist Drozda kein Minister mehr, das Bild hängt jetzt in Drozdas SPÖ-Büro in der Löwelstraße.

Die Erklärung der SPÖ zur "Presse": Drozda habe das Bild behalten dürfen, weil er Vorsitzender des Kulturausschusses sei.

Kritik von Türkis-Blau

Die Regierungsparteien haben sich auf den Fall gestürzt. Es handle sich um einen handfesten Skandal, "ein Gemälde, dass man für das Bundeskanzleramt zur Verfügung gestellt bekommen hat, offenbar als Eigentum zu betrachten und nach Ausscheiden aus der Bundesregierung einfach in die Partei mitzunehmen", kritisiert ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer in einer Aussendung am Samstag.

FPÖ-General Harald Vilimsky fordert eine "sofortige Aufklärung". Es stelle sich nämlich die Frage, wo sich dieses Bild zwischen dem Auszug Drozdas aus dem Ministerium und seinem Einzug als Bundesgeschäftsführer in der SPÖ-Parteizentrale befunden habe.

"Die Österreicher haben das Recht zu erfahren, wo das wertvolle Bild über ein halbes Jahr aufbewahrt wurde. Denn hier handelt es sich um das Eigentum der Bevölkerung und nicht um das der SPÖ", so Vilimsky. Außerdem wolle die freiheitliche Partei wissen, "ob es weitere rote Ex-Minister gibt, die solche Bilder haben mitgehen lassen".

Die SPÖ beteuert, dass die Rückgabe des Kunstwerks bereits in Planung sei.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mama Renate am 27.10.2018 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    "Mitgenommen" also?

    Warum nennt man es nicht beim Namen?

    einklappen einklappen
  • Frage am 27.10.2018 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Nur mitgenommen

    Wie nennt man das wenn man sich etwas mitnimmt was einen nicht gehört?

    einklappen einklappen
  • alexsis am 27.10.2018 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Na eben

    Wie hieß der Slogan der SPÖ?? ,, Holen Sie sich was Ihnen Zusteht" Na eben , er hat es sich geholt.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • jetzt seid's net so am 29.10.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    wenn er sich doch kein eigenes büldl

    leisten kann. den aufschrei hätt' ich gerne mitbekommen, wenn es sein eigenes gewesen wäre, alle hätten wieder von den gstopften rothäuten gepostet. - niemandem kann man's recht machen.

  • Lil am 29.10.2018 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleiche Recht für alle

    Werde auch meine Büroeinrichtung mit nach Hause nehmen, wenn ich demnächst in Pension gehe. Arbeite in öffentlichen Dienst, wenn der es darf dann ich auch, oder bekomme ich eine Anzeige wegen Diebstahls?

  • Sowas am 29.10.2018 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Büroeinrichtungen

    Man müsste einmal grundsätzlich fragen, was mit den Büroeinrichtungen versetzter oder abgesetzter Politiker geschieht. Üblicherweise kann sich jeder in seinem neuen Büro nach eigenen Wünschen einrichten.

  • Leopold Fenstertock am 29.10.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    hol dir was dir zusteht

    Das Bild hat offenbar Füße bekommen und ist von ganz allein vom BKA in sein Büro gelaufen. Damit ihm der Abschied vom BKA nicht so schwerfällt hat er sich halt ein kleines Trostpflaster genehmigt - Freundschaft

  • SilbersteinKHnord am 29.10.2018 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freundschaft

    Was soll man zur SPÖ noch sagen .... zerstörender kann man Österreich nicht regiert haben