Kritik an Personalrochaden

27. September 2018 12:56; Akt: 27.09.2018 13:43 Print

Unzufriedenheit bei SPÖ: "Thomas, du bist ein Bobo"

Erste direkte Kritik nach Führungswechsel: Die Ablöse des Steirers Max Lercher durch Thomas Drozda kann man bei der SP-Steiermark nicht nachvollziehen.

Thomas Drozda (SPÖ) kämpft in seiner neuen Position als Bundesgeschäftsführer mit Widerstand aus der Steiermark. (Bild: Helmut Graf)

Thomas Drozda (SPÖ) kämpft in seiner neuen Position als Bundesgeschäftsführer mit Widerstand aus der Steiermark. (Bild: Helmut Graf)

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In der Steiermark regt sich massiver Unmut über die Personalrochaden in der Bundes-SPÖ. Vor allem die Absetzung des Steirers Max Lercher als Bundesgeschäftsführer der Sozialdemokraten stößt den steirischen Genossen sauer auf. Dessen Nachfolger Thomas Drozda sei ein "Bobo", so die steirische Landtagsabgeordnete Michaela Grubesa.

Grubesa gegen Drozda: "Großes Unverständnis"

In einem Facebook-Posting machte die Steirerin jetzt ihren Frust über die Absetzung Lerchers in aller Deutlichkeit Luft. Diese Entscheidung habe "etliche Genossen und Genossinnen" massivst verwirrt. In Lercher sah die steirische Landtagsabgeordnete einen Vertreter der "einfachen Menschen". Im früheren Minister Drozda sieht sie wiederum einen "Bobo" (Schmähbegriff, Anm.). Der Großteil der Partei könne diese Entscheidung in keinster Weise nachvollziehen, so Grubesa. Bei Drozdas Wahl zum neuen Bundesgeschäftsführer enthielten sich daher gleich mehrere Vertreterinnen aus der Steiermark demonstrativ ihrer Stimmen.

"Das Mindeste wäre gewesen, Danke zu sagen."

Grubesa diskutiert in ihrem Posting auch die, ihrer Meinung nach, schwache Präsentation von Drozda als neuer Bundesgeschäftsführer. Man hätte sich von Seiten der steirischen SPÖ ein politisches Statement und Visionen für die Zukunft der Partei erwartet, sie aber in letzter Konsequenz enttäuscht worden. Das Mindeste wäre es aber laut Grubesa gewesen, "nach so einer Vorstandssitzung Danke zu sagen".
"Aber hey, manche sind große Menschen, manche sind Menschen aus der großen Stadt", so Grubesa zum Abschluss.

Hier gibt es da Original-Posting von Michaela Grubesa zum Nachlesen:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Salomon am 27.09.2018 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenartig

    Die Zerstrittenheit in der SPÖ ist durch Frau Rendi noch schlimmer geworden. Man richtet sich gegenseitig schon fast täglich Gemeinheiten aus. Ist diese Partei überhaupt noch zu retten?

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  • Penelope am 27.09.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Freunderlwirtschaft eben

    Der Mann von Rendi-Wagner, Michael Rendi, war ja bei Drozda als Kabinettschef beschäftigt als dieser noch Kanzleramtsminister für Kunst und Kultur, Verfassung und Medien war... tja, Pech für Max Lercher.

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  • Reinhard am 27.09.2018 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Drozda ist, nachdem

    er ja beim Burgtheaterskandal unrühmlich bekannt wurde, sicher die beste Besetzung für diesen Posten. Bravo Rendi-Wagner.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hanni am 28.09.2018 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Aber die Zeit ist jetzt vorbei!

    Solche Leit wollen regieren und bestimmen und habn Österreich überschwemmt mit Fremde.

  • zachaeus am 27.09.2018 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    BOBO

    BOBO ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, aber LULU wäre noch ärger!

  • Wiener Blut am 27.09.2018 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Könnte auch Popo gemeint haben

    Jaja dem Kern seine Burscherl und Mäderl. Das hat er so eingefädelt in der Hoffnung dass sie ihn zum Spitzenkandidaten bei der EU Wahl machen.

    • resi am 27.09.2018 19:53 Report Diesen Beitrag melden

      Unsinn

      Wie war das bei Herrn Haider?

    • Wiener Blut am 28.09.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

      R.I.P.

      Meinen sie den den man beseitigt hat?

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  • Wagner die auferstanden ist um die SPÖ z am 27.09.2018 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Piero

    Arme SPÖ denn sie wissen nicht was sie tun von einem Schlamassel Kern zum nächsten Schlamassel Wagner die ÖVP FPÖ Regierung kann sich schon mal die Hände reiben sie können gar nicht so viel falsch machen dass sie nicht wiedergewählt werden natürlich ist es noch zu früh über Wagner und ihre Qualitäten sich ein Urteil zu bilden aber man kennt die SPÖ und den Intrigantenstadl der meist in vielen Dingen noch recht hat da die SPÖ Spitze nicht einmal weiß ob sie eigentlich Weibchen oder Männlein sind alles was diese Spitze anfasst endet bei den Wählern in hell erklingenden Gelächter auf zu neuen Tat

  • alaska am 27.09.2018 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    An Frau Grubesi

    Wie kann man innerhalb von zwei Tagen wissen, wie ein Grossteil der SPÖ über die Personalrochaden denkt. Unseriöser geht es nimmer.