EU-Vergleich

25. April 2019 16:39; Akt: 25.04.2019 16:47 Print

So viele Asylwerber nimmt Österreich wirklich auf

Im EU-Vergleich ist Österreich führend, wenn es um die Aufnahme von Asylwerbern geht. Wie sehr, zeigen neue Zahlen.

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EU-weit haben im Jahr 2018 333.355 Flüchtlinge Asyl beziehungsweise Aufnahme durch subsidiären Schutz oder humanitäres Bleiberecht gefunden – in Österreich waren es gesamt 20.700 Personen. Deutschland, Italien und Frankreich nahmen dabei in absoluten Zahlen die meisten Flüchtlinge auf: 139.000, 47.900 und 41.400, zeigen neue Zahlen von Eurostat.

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Rechnet man die positiven Asylfälle jedoch pro Kopf auf die Einwohner des jeweiligen Landes hoch, ist Österreich weit vorne auf Platz 1. Pro Million Einwohner haben die Österreicher 2.345 Asylwerber aufgenommen. In die Nähe dieser Zahl kommen nur noch Schweden mit 1.953 Asylwerbern und Deutschland mit 1.685 Asylwerbern pro Million Einwohner.

Unterschiede gibt es bei den Ländern, aus denen die Asylwerber stammen. In der EU macht die größte Gruppe mit 29 Prozent Syrer aus, gefolgt von Afghanen mit 16 Prozent und Iraker mit sieben Prozent. In Österreich werden aber am meisten Afghanen mit 38 Prozent anerkannt, dahinter folgen Syrer mit 26 Prozent und Somalier mit sieben Prozent.

Hohe Sozialleistungen und gute Unterbringung wird meist von Asylgegnern dafür ins Treffen geführt, dass Österreich ein Zielland Nummer 1 ist. Dabei stecken ganz andere Gründe dahinter, wie auch diese Zahlen untermauern. So ist Hauptgrund für Flüchtlinge, in Österreich um Asyl anzusuchen, die hohe Anerkennungsrate.

Die Chance, dass Flüchtlinge dauerhaft und nicht nur temporär im Land bleiben können, ist in Österreich höher, als in anderen EU-Ländern. Laut europäischer Statistikbehörde "Eurostat" mit den Zahlen aus 2018 sicherte Österreich in erster Instanz den Asylwerbern in 44 Prozent der Fälle Asyl zu. In zweiter Instanz waren es sogar 54 Prozent positive Entscheidungen. Zum Vergleich sind es in Spanien 24 und 7 Prozent, in Polen 14 und 4 Prozent oder in Tschechien 11 und 2 Prozent.

Weitere Gründe nach Österreich zu kommen sind vergleichsweise gute Berufs-Chancen (5 Prozent Arbeitslose mit Februar 2019), den noch immer guten Ruf Österreichs als offenes Land, die geringen Abschiebezahlen (12.611 Ausreisen im Jahr 2018) und die persönliche, politischer und religiöse Sicherheit. Sozialleistungen, das untermauern Forschungsberichte, spielen eine nur untergeordnete Rolle.

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(rfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • schurkraid am 25.04.2019 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    danke system

    super wir haben das geld ja genau für das zahle ich gerne meine steuern... gis am besten auch noch erhöhen das man wirklich gar nix mehr kaufen kann

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  • Baldi am 25.04.2019 21:50 Report Diesen Beitrag melden

    trauriger Rekord

    Da werden wir bald in Europa führend in der Kategorie Sozialhilfeempfänger werden. Ich frage mich nur, ob das dafür zu aufbringende Geld vom Vatikan kommt.

  • Drakensang am 25.04.2019 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht

    Seit 2015 wurden mir am Grabe meiner Eltern & Großeltern 2x die Grabvase (Wert ca. je 300) aus der Befestigung gerissen. Meiner Bekannten wurde plötzlich beim Mindestsicherungsantrag dieser plötzlich verwehrt, da sie in Kopie Ihrer Kontokorrent und Mietvertrag nicht vorgelegt hatte (trotz Bekanntheit bei der MA40), welches aber aus den Beilagen nicht ersichtlich war. Seltsamer Weise wurde eine Kopie eine Personaldokumentes nicht verlangt, da ja bekannt (mit gleiche Kontonummer und Adresse). Frage: Weshalb kommt es plötzlich dazu? Antwort: Denken Sie sich Ihren Teil ... Danke! Dauer bis zum positiven Bescheides bis Zustellung: 80 Tage (man soll den Antrag 4-6 Wochen davor einreichen) !!! Wem man das Alles verdankt weiß ich nicht, gibt aber Stoff zur Spekulation... Übrigens wurde die MA40 für den 21. + 22. Bezirk durch das 'Prestgeprojekt' der Wiener Stadtregierung in die "Seestadt" für den 19., 20., 21. und 22. Bezirk verlegt (Bedürftige fahren aus dem 19. Bezirk bis zu 1,5 Stunden dort hin!).

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Seitenblick am 26.04.2019 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Top secret posting für alle

    Vielleicht jetzt die Anzahl an WiFl's in Wien, dann rundet sich das Bild. Häupl und Co werden das sicher nicht gerne sehen, aber hier unter Ausschluß von Rot Grün könnte man das schon posten :-)

  • Paul am 26.04.2019 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    "Hohe Anerkennungsrate"

    Und nicht zu vergessen die vielen NGOs die dahinter stecken und die selbst bei negativen Bescheiden sich für den Verbleib massiv einsetzen.

  • myopinion am 26.04.2019 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Statistik

    Echt deprimierend wenn ich mir die Statistik ansehe. Österreich hat extrem viele Asylwerber aufgenommen, wird aber permanent als fremdenfeindlich etc. bezeichnet. Ganz freundlich werden auch Nachbarländer, wenn wir Grenzkontrollen machen und ankündigen, keine Asylwerber mehr durchzulassen. Meiner Meinung nach, hat Österreich genug aufgenommen, Einwanderungsstopp ist die einzig richtige Reaktion. Die Probleme mit den Eingewanderten, beschäftigen uns sowieso auf Jahrzehnte....

  • Eva am 26.04.2019 05:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel zu viele

    Das kleine Österreich auf Platz 1 bei den Aufnahmen! Das ist genau das, was die meisten Österreicher nicht wollen, am wenigsten, die jetzt schon hier lebemden Migranten!

    • Profiler am 26.04.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

      2018 Zahlen

      Scheinbar doch. Die Zahlen stammen aus 2018. 2018 regierte Schwatz blau. Und diese wurden von der Mehrheit der Österreicher gewählt.

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  • hari am 26.04.2019 04:55 Report Diesen Beitrag melden

    die Zahlen zur stützenden These

    als untergeordnete Rolle Sozialleistungen:.....Zahlen dazu, die die These stützen wären interessant: wie viele Personen in Ö verfügen dzt. über einen pos. Asylbescheid absolut, wie viele davon abs. gehen einer Vollzeitb. nach, von der sie selbst leben können und wie viele abs. sind arbeitslos, beziehen Notstand/Mindests. od. sind in einem Pflege/Altersheim untergebracht