Management wehrt sich

08. August 2018 18:33; Akt: 09.08.2018 14:00 Print

Ambros erhält nach FP-Kritik Hass-Botschaften

Die FPÖ und Austropop-Legende Wolfgang Ambros tragen einen öffentlichen Streit aus. Jetzt warnt der Manager des Musikers vor "Hass und Hetze".

Wolfgang Ambros wird offenbar bedroht. (Bild: Andreas Tischler)

Wolfgang Ambros wird offenbar bedroht. (Bild: Andreas Tischler)

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Nachdem Wolfgang Ambros die Einladung von Christian Hafenecker (FPÖ) auf ein Versöhnungsbier samt Gulasch lieber ablehnte, setzt sich nun auch das Management des Austropop-Stars gegen die Angriffe aus der Freiheitlichen Partei zur Wehr .

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In einem offenen Brief an FP-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache stellt Manager Peter Fröstl klar: "Herr Ambros bezog in den letzten 47 Jahren keine einzige staatliche Subvention." Er spiele jährlich bis zu 80 Konzerte, die größtenteils ausverkauft seien. "Herr Ambros versteuert seine Einkünfte in Österreich - und finanziert damit gezwungenermaßen u.a. Leute wie Sie und Ihresgleichen. Seit Jahrzehnten. Soviel zu 'abgehalftert' und Unterstellungen wie 'Staatskünstler'", kontert Fröstl.

Durch das "politische Wirken Ihresgleichen" würden zudem "Hass und Hetze einen Aufschwung erleben", so der Manager, der auch zwei Beispiele von Mail- und Postzusendungen an Ambros beilegte. In denen wurde der Sänger wüst beschimpft und bedroht: "Verrecken sollst du elendig!" Die Einsendungen habe man an die Meldestelle im Innenministerium weitergeleitet und hoffe auf eine Reaktion.

"Abgehalfterte Künstler"

In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" hatte Wolfgang Ambros die FPÖ scharf kritisiert und u.a. "viele braune Haufen" geortet. Daraufhin holte Generalsekretär Christian Hafenecker zum Gegenschlag aus, bezeichnete Ambros (und seinen ebenso FP-kritischen Kollegen Reinhard Fendrich) als "abgehalftert". Danach folgte die Entschuldigung samt Einladung zum Gulasch, die Ambros wiederum ablehnte. Er kenne den Herren von der FPÖ noch nicht einmal. "Ich geh wirklich gern mit jeden auf ein Bier – mit denen aber nicht", ließ der Musiker ausrichten.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B. Soffen am 08.08.2018 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstdemontage

    Bin enttäuscht. Warum müssen diese ausrangierten "Künstler" überall ihren Senf dazugeben und können nicht einfach ihren Ruhestand genießen? Neben Fendrich ist nun auch der Wolferl tabu, nur der Danzer bzw. seine Musik bleibt noch.

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  • Ehrlichkeit am 08.08.2018 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    FPÖ hat das Recht sich gegen

    Äußerungen dieses Mannes zu wehren!..Wer so austeilt wie ambros, der muss auch einstecken können! Ambros beleidigt nicht nur die FPÖ sondern auch die vielen Österreicher, die FPÖ wählen! Ich werde von diesem Typen nie mehr etwas kaufen, oder sogar zu einem Auftritt gehen!

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  • Parteilos am 08.08.2018 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    So, wie man in den Wald ruft,

    so hallt es auch zurück. Ich bin für freie Meinungsäußerung, aber die endet dort, wo jemand öffentlich denunziert, beleidigt oder ausgerenzt wird. Polemik, wie sie seitens der Opposition im Tagesrhythmus publiziert wird, löst die Probleme nicht, ist also nicht zielführend. Wenn Künstler oder B-Promis meinen, sie müssen in dieses Fahrwasser springen, dann sollten sie auch die Verantwortung dafür tragen. Ich gebe zu bedenken, dass die FPÖ seit ihrem Bestehen Hasstriaden ausgesetzt war und ist. Kern, und wer immer ihn unterstützt, wird sich also an die neue Oppositionsrolle gewöhnen müssen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wienerberg am 10.08.2018 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    ausgedient und abgewrackt.

    Der hat als Künstler schon lange ausgedient. Manche wissen halt nicht wann es genug ist und glauben sie sind nach Jahrzehnten immer noch der beliebte Star.

    • Oswald v. Wolkenstein am 11.08.2018 21:18 Report Diesen Beitrag melden

      Ach, Wirklich?

      Immerhin sind seine Konzerte immer noch ausverkauft. Und was seine künstlerische Leistung damit zu tun hat, dass es manche Leute stört, wenn er die Wahrheit, die sowieso jeder weiss, ausspricht, ist zumindest erklärungsbedürftig

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  • Noah Bier am 09.08.2018 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Die IB spammt was das Zeug hält

    Die 'Toleranten' können halt keine Kritik und Wahrheit vertragen. Selbst ständig andere Niedermachen und beleidigen, aber wenns selber mal aufgeblattelt werden fangens an zu weinen..

  • rudi am 09.08.2018 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ambros

    meinungsfreiheit für jeden , auch für künstler und auch für deren kritiker , aber warum sprechinterviev in zeitung ? warum macht er daraus keinen song ? da würde auch der plattenvernichter weiter sammeln , ok josie prokopetz würde vielleicht nicht mehr mithelfen ( weil er hirn hat )

  • RobinH am 09.08.2018 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    künstlerische Freiheit.....

    Hätten die Beiden (A. und F.) Ihren Unmut in ein nettes Liederl verpackt, wär das ganze so Manchem gar nicht aufgefallen und im Gegenteil, hätt eventuell sogar so manchem Blauen gefallen....

  • Bürger am 09.08.2018 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Freie Meinungsäußerung

    Bin auch Steuerzahler, aber ich würde keine demokratisch gewählte Partei und deren Wähler beleidigen.