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Römerstraße Via Appia soll zum UNESCO-Welterbe werden

Die römische Via Appia verbindet Regionen, die reich an außergewöhnlichem kulturellem, archäologischem und landschaftlichem Erbe sind.

Sabine Primes
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Entlang der Via Appia gibt es viele Überreste der Römer zu sehen.
Entlang der Via Appia gibt es viele Überreste der Römer zu sehen.
FILIPPO MONTEFORTE / AFP / picturedesk.com

Sie gilt als "Königin der Römerstraßen": Die rund 540 Kilometer lange Römerstraße Via Appia war eine der wichtigsten Handelsstraßen des römischen Reiches. Sie führte von Rom nach Brindisi, das in der Antike der wichtigste Hafen für eine Reise nach Griechenland und bedeutendster Umschlagplatz für Waren und Sklaven aus dem Orient war. Jetzt startet Italien mit der Initiative zur Anerkennung der Via Appia als UNESCO-Welterbe.

"Die gut erhaltenen archäologischen und architektonischen Überreste der Via Appia, die über die gesamte Strecke verteilt sind, stellen ein kulturelles Erbe von außergewöhnlicher Bedeutung dar. Die Via Appia ist eine Route, die aufgewertet und in den Mittelpunkt des sanften Tourismus gestellt werden sollte, um das Angebot an neuen Attraktionen wie Pfaden und nachhaltigen Routen zu stärken, die für die kulturelle Entwicklung des Binnenlandes, aber auch für den Schutz unseres Erbes von grundlegender Bedeutung sind", betonte der italienische Kulturminister Dario Franceschini.

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    Laut Ruefa Reisekompass 2022 zieht es ganze 36 Prozent der Österreicher heuer nach <strong>Italien</strong>.
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    Bild: iStock

    Regina Viarum - die Königin aller Straßen

    "Die Via Appia, die die Römer als 'Regina Viarum', als Königin aller Straßen bezeichneten, verbindet Regionen, die reich an einem außergewöhnlichen kulturellen, archäologischen und landschaftlichen Erbe sind, und kann zu einer der größten europäischen Routen werden", kommentierte Franceschini die Bewerbung, die erste, die direkt vom italienischen Kulturministerium gefördert wird. Die antike Straßenachse gilt als Prototyp des innerrömischen Straßennetzes, das mit einer Länge von 120.000 Kilometer noch heute das Rückgrat des breit gefächerten Straßennetzes im Mittelmeerraum bildet.

    74 Gemeinden, 15 Parks, zwölf Städte, vier Regionen und 25 Universitäten haben sich zusammengeschlossen, um die Via Appia zu schützen, aufzuwerten und zu fördern. Das Kulturministerium will in den nächsten Jahren kräftig in die Restaurierung und Aufwertung einer Reihe von archäologischen Stätten entlang der Straße investieren.

    Jahrhunderte der Vernachlässigung haben die alte Römer-Straße beinahe zerstört. 2.330 Jahre nach Baubeginn soll die "verlorene Straße" als europäischer Wanderweg eine Zukunft haben. 20 Millionen Euro macht Italien für das ehrgeizige Projekt locker. Der Betrag wird zur Wiederherstellung der "Mutter aller Straßen Europas" in ihrem gesamten Verlauf dienen, die in den Jahrhunderten demoliert, verwahrlost, vergessen und zubetoniert wurde.