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Streik bei Amazon am Black Friday – Insider packt aus

Zum Black Friday kündigten Gewerkschaften in über 30 Ländern Streiks bei Amazon an. Ein Amazon-Mitarbeiter packt nun über den Konzern aus.

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Ein Amazon-Mitarbeiter packt am Black Friday über die Arbeitsbedingungen aus.
Ein Amazon-Mitarbeiter packt am Black Friday über die Arbeitsbedingungen aus.
REUTERS

Zum Black Friday kündigten Gewerkschaften in über 30 Ländern Streiks bei Amazon an. Der Versandriese steht immer wieder in der Kritik wegen mieser Arbeitsbedingungen. Ein Amazon-Mitarbeiter in den USA berichtet nun gegenüber "Business Insider", was hinter den Kulissen im Lager an Black Friday passiert. "Ich liebe das Black-Friday-Chaos, aber ich musste an der Hand operiert werden, nachdem ich am Packband gearbeitet hatte", sagt der ältere Mitarbeiter. Deshalb arbeite er jetzt in einer anderen Abteilung.

Bei Amazon begann er vor vier Jahren, weil seine Frau krank wurde und sie deshalb eine Krankenversicherung brauchten. Während den Wochen rund um Black Friday sei "die Hölle los". Dann seien Überstunden vorgeschrieben, die Arbeitsschichten von 40 auf 55 Stunden pro Woche erhöht, also elf Stunden pro Tag. Der Lohn sei im Oktober um zwei Dollar auf 18.40 Dollar pro Stunde erhöht worden. Die Gehaltserhöhung richte sich aber nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit. So könne er nun während einer Black-Friday-Woche 1.150 Dollar verdienen.

Airpods und Sexspielzeug verpackt

Während einer Schicht habe er mindestens 1.000 Kartons gepackt. Darin waren viele Airpods und Amazon-Artikel sowie Kinderspielzeug, aber auch eine Menge Sexspielzeug. Bücher seien in letzter Zeit weniger beliebt. Amazon vergebe während Black Friday Anreize für die schnellsten Packer. Früher seien das 50-Dollar-Amazon-Geschenkkarten gewesen, heute Lose für Preise wie TVs oder Grillgeräte.

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    Der Angestellte freue sich auf den bevorstehenden Ruhestand, müsse vorher aber noch einige finanzielle Ziele erreichen, bevor er gehe. "Ich bin wirklich dankbar für die Möglichkeit, etwas zu verdienen und für meine Familie sorgen zu können, insbesondere für die Gesundheit meiner Frau. Ich wünschte nur, das ginge nicht auf Kosten von langen Arbeitszeiten und kaputten Händen", sagt er.