Vermisste Michaela (30) in Amsterdam gesichtet

Bild: www.michaelagrabner.at
Am 15. Februar 2006, also vor über acht Jahren, verschwand die damals 23-jährige Kärntnerin Michaela Grabner spurlos. Ihre Familie gab in dieser langen Zeit die Suche nicht auf, gegen ihren Exfreund platzte indes ein Mordprozess. Nun soll es laut "Kleine Zeitung" ein Lebenszeichen geben: Die heute 30-Jährige sei in Amsterdam und wolle nach Hause kommen.
platzte indes ein Mordprozess. Nun soll es laut "Kleine Zeitung" ein Lebenszeichen geben: Die heute 30-Jährige sei in Amsterdam und wolle nach Hause kommen.

Es ist eine verworrene Geschichte: 2006 soll der Freund Grabners, der Zuhälter Sando H., ein Zinshaus angezündet und 320.000 Euro von der Versicherung kassiert haben. In der Nacht des Brandes verschwand Michaela Grabner. Dann war es bis 2008 ruhig, bis H. in Österreich zu 30 Monaten Haft wegen Mordversuchs verurteilt worden ist: Er wurde von einem anderen Bordellbetreiber beauftragt, einen Konkurrenten durch Schüsse und Schläge mit einem Nagelbrett "fertigzumachen".

Keine Verurteilung wegen Mordes

Während eines Freiganges setzte sich der Kärntner 2009 nach Paraguay ab, wo er später auch unter Mordverdacht - unter anderem an Michaela Grabner - stand und festgenommen wurde. Zwar wurde H. 2012 nach Österreich ausgeliefert, aber nur unter der Bedingung, dass er nicht wegen Mordes angeklagt werden könne. Verurteilt wurde er wegen des Versicherungsbetruges - die Strafe hatte er aber bereits in Untersuchungshaft abgesessen.

Neue Spur zu Michaela Grabner

Damit verlief sich die Spur zu Michaela Grabner im Sand - bis jetzt. "Es gibt einen Hinweis, dass die Michi in Amsterdam ist und, dass sie dort nicht freiwillig ist", so Michaelas Mutter Christine Grabner zur "Kleinen Zeitung". Grabner erhielt eine Mail, in der ein namentlich bekannter Mann erklärte, er habe in einer bekannten Amsterdamer Bar eine junge Frau kennengelernt. Sie habe ihn gebeten, mit Christine Grabner Kontakt aufzunehmen, da sie "wieder nach Hause" wolle und "keine Papiere" hätte.

Kontakt brach plötzlich ab

Nach einem Mailwechsel, in dem der Mann versprach, die Frau entweder nach Hause zu bringen oder die Polizei zu verständigen, riss der Kontakt plötzlich ab. Dafür klingelte laut Bericht das Telefon mit einer Amsterdamer Nummer - gemeldet habe sich aber niemand. Nun hat sich das Landeskriminalamt eingeschaltet. Der mordverdächtige Freund der Vermissten habe bereits damals angegeben, dass Michaela in den Niederlanden zur Prostitution gezwungen werde, hieß es. Die Familie hofft nun, die totgeglaubte Michaela doch noch zu finden.
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