Eizellen-Eklat: FPÖ schreibt Brief an Kardinal

Die slowenische Künstlerin irritiert mit ihrem Projekt.
Die slowenische Künstlerin irritiert mit ihrem Projekt.Bild: AEC
Weil sich eine Preisträgerin der Prix Ars Electronica eine Hunde-Zelle in eine eigene Eizelle einpflanzen ließ, hat sich die FP an Kardinal Schönborn gewandt.
Worum geht's? Bei dem Projekt der slowenischen Künstlerin Maja Smrekar wurde eine Eizelle der Künstlerin von Experten in einem Labor "entkernt" und darin eine Körperzelle ihres Hundes einpflanzt. Das Ergebnis ist eine neue Zelle, die theoretisch ein Mischwesen aus Mensch und Hund schaffen könnte. Das Projekt wurde beim diesjährigen Prix Ars Electronica in Linz mit der Goldene Nica ausgezeichnet.

Allerdings sorgte das Projekt auch politisch für Wirbel. Wie berichtet hat die FPÖ eine parlamentarische Anfrage an Thomas Drozda (SPÖ), Bundesminister für Kunst und Kultur, eingebracht. "Mit diesem Projekt wurden die Grenzen von Moral und Ethik ganz klar überschritten", sagt der Linzer FPÖ-Nationalrat Werner Neubauer.

Und Neubauer hat sich nun auch an die römisch-katholische Kirche gewandt. In einen offenen Brief an Christoph Kardinal schreibt er, nachdem er das Projekt skizziert hat: "Ich erlaube mir höflich, Sie um Ihre geschätzte Mitteilung zu bitten, wie Sie als hochrangiger Vertreter der katholischen Kirche diese Art des Umgangs mit der menschlichen Würde aus ethischer und moralischer Sicht beurteilen."

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