Beate Uhse ist insolvent

Der Erotikhändler Beate Uhse hat am Freitag Pläne für einen Insolvenzantrag angekündigt. Man will das Unternehmen in Eigenregie sanieren.
Das deutsche Erotik-Unternehmen Beate Uhse ist pleite. Die Aktiengesellschaft habe Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte Beate Uhse am Freitag mit. Ziel sei, das Unternehmen in Eigenverwaltung zu sanieren und fortzuführen.

Dieser Schritt sei nötig, weil in den fortgeschrittenen Verhandlungen mit einer Investorengruppe keine Einigung erzielt werden konnte. Damit sei die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gefährdet gewesen.

In den roten Zahlen

"Der Vorstand der Beate Uhse AG hat sich zu diesem Schritt entschlossen, weil in den fortgeschrittenen Verhandlungen mit einer Investorengruppe über eine Finanzierungsaufnahme zuletzt keine Einigung erzielt werden konnte", schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Die Insolvenzanmeldung betreffe nur die Beate Uhse AG in ihrer Funktion als Holding. Für die Tochtergesellschaften habe man keine Insolvenz beantragt. Die operativen Gesellschaften halten ihren Geschäftsbetrieb uneingeschränkt aufrecht.

Sexfilme im Internet

Beate Uhse macht schon seit langem zu schaffen, dass Sexfilme im Internet kostenlos heruntergeladen werden können und auf DVD kaum mehr gefragt sind. Seit mehreren Jahren versucht die Erotikkette daher, ihre Läden umzubauen und aus der Schmuddelecke herauszukommen. Die Zahl der Filialen ist in den vergangenen Jahren stark geschrumpft. Das Erotik-Unternehmen ist auch online vertreten.

CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Unternehmen Beate Uhse wurde 1946 gegründet und ist als europaweit tätiger Erotikkonzern mit rund 345 Mitarbeitern in sieben Ländern aktiv. Die Gründerin Beate Uhse gilt als Sexshop-Pionierin und gründete nach dem Zweiten Weltkrieg in Flensburg den ersten Sexshop der Welt.

Magic X nicht betroffen

Durch das Insolvenzverfahren sichert sich der Erotikkonzern die Handlungsfähigkeit im operativen Geschäft. Der Vorstand könne den eingeschlagenen Sanierungskurs der Beate Uhse somit fortführen. Dass die operativen Gesellschaften in Deutschland und den Niederlanden ihren Betrieb aufrecht erhalten können, sei sichergestellt, heißt es. (red)

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