"Ärzte ohne Grenzen" überreichte Protestbrief

Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal nahm das Protestschreiben entgegen, da der Kanzler derzeit in Brüssel weilt.
Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal nahm das Protestschreiben entgegen, da der Kanzler derzeit in Brüssel weilt.Bild: Ärzte ohne Grenzen

Mehr als 2.000 Solidaritätsbekundungen wurden im Kanzleramt abgegeben. Darin wird gegen die "Kriminalisierung" des Hilfseinsatzes im Mittelmeer protestiert.

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) hat am Freitag mehr als 2.000 Protestschreiben im Bundeskanzleramt abgegeben. In den an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) adressierten E-Mails werde gegen "die Kriminalisierung des Noteinsatzes von Ärzte ohne Grenzen (…) im Mittelmeer protestiert", teilte die Organisation via Aussendung mit.

Konkret bezieht sich die Organisation auf Kurz' Vorwürfe vom Oktober, wonach das Team des von MSF und SOS Mediterranee betriebenen Rettungsschiffs "Aquarius" mit Schleppern zusammenarbeiten würde.

Das Protestschreiben stehe "stellvertretend für die Tausenden von Unterstützungserklärungen, die uns nach den Vorwürfen gegen unsere humanitäre Arbeit erreichten", hieß es in der Aussendung weiter.

"Regierung und MSF verfolgen das selbe Ziel"

Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal nahm die Protestschreiben entgegen, da der Bundeskanzler sich in Brüssel befand. Launsky-Tieffenthal erklärte in einer Mitteilung an die APA, die Regierung und MSF würden dasselbe Ziel verfolgen: "das Sterben im Mittelmeer zu beenden". Dazu würden auch "das entschiedene Vorgehen gegen illegale Migration und Schleuserkriminalität und eine stärkere Kooperation mit Drittstaaten" gehören.

Im Rahmen des EU-Vorsitzes sei es gemeinsam mit den anderen EU-Staaten gelungen, "die Zahl der Toten signifikant zu reduzieren". (hos)

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