"Ascherfreitag": Kritik an FP-Funktionär

Bild: Ronald Zak (dapd)

Vor dem traditionellen "Politischen Aschermittwoch" der FPÖ in Ried im Innkreis mit Obmann Heinz-Christian Strache, der heuer aus Termingründen zu einem "Ascherfreitag" wurde, gibt es Aufregung um die Vergangenheit eines oberösterreichischen Funktionärs. Doch obwohl die 22. Veranstaltung dieser Art "aus Termingründen" zwei Tage später als gewohnt stattfand, war die Jahnturnhalle lange vor ihrem offiziellen Beginn bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Freiheitlichen zählten 2.000 Besucher, die 14 Euro zahlten, um sich an Heringsschmaus, Bier und den deftigen Sprüchen von Bundesparteichef Heinz-Christian Strache zu delektieren.

Vor dem traditionellen "Politischen Aschermittwoch" der FPÖ in Ried im Innkreis mit Obmann Heinz-Christian Strache, der heuer aus Termingründen zu einem "Ascherfreitag" wurde, gibt es Aufregung um die Vergangenheit eines oberösterreichischen Funktionärs.

Laut "Kurier" befasste sich die Justiz 2004 wegen des Verbotsgesetzes mit dem damals 21-jährigen Michael G. 2008 sei er den Freiheitlichen beigetreten und dort zu einem Funktionär aufgestiegen. Der zuständige Bezirksgeschäftsführer bezeichnete die Aktivitäten des Mannes als "Jugendsünde und lange vor dem Eintritt in die FPÖ". Er habe sich positiv entwickelt und jetzt ein "rechtschaffener Mensch".

Scharfe Kritik

SP-Landesgeschäftsführer Christian Horner forderte die FPÖ auf, dass "solche Funktionäre aus allen Funktionen zurückziehen" sollten. Die stellvertretende Klubobfrau der Grünen im Landtag, Maria Buchmayr, stellte fest, FPÖ-Landesobmann Landesrat Manfred Haimbuchner hätte bei der Aschermittwoch-Veranstaltung am Abend die Gelegenheit, vor großem Publikum seine Funktionäre auf eine klare Abgrenzung gegen rechte Umtriebe in seiner Partei einzuschwören. Das Mauthausen Komitee und das Anti-Faschismus-Netzwerk forderten erneut Haimbuchner zum Rücktritt auf.

Michael G. ausgeschiden

Dieser berichtete in einer Aussendung zu Mittag, Michael G. habe ihre Ämter niedergelegt und sei nicht mehr Mitglied der FPÖ. Die Partei habe keinerlei Kenntnis über ihre Vergangenheit gehabt. Haimbuchner kündigte zudem an, dass es eine Statutenänderung beim kommenden Parteitag geben werde: „Wer Straftaten verschweigt, verliert in Zukunft automatisch die Parteimitgliedschaft." Als Landesparteiobmann dulde er ein Liebäugeln mit dem rechtsextremen Rand "sicherlich nicht".

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen