Politik

"Asylantenvirus"-Sager: Nepp droht Anzeige

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:45

Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp sprach in einer Aussendung zu den Covid-Tests in einem Asylwerberheim von einem "Asylantenvirus" und erntete dafür viel Kritik. Jetzt droht ihm eine Anzeige.

In einer Aussendung machte der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp Asylwerber für den Anstieg der Infektionen in Wien verantwortlich. Er sprach von einem "Asylantenvirus" und hat sich nun den Vorwurf der Verhetzung eingehandelt. SPÖ und Grüne zeigten sich schockiert, "FPÖ Fails" kündigte eine Anzeige an.

Unter dem Titel "Skandalöse Bevorzugung von Asylanten bei Coronavirus-Tests in Wien" zeigte sich Nepp "empört über die Bevorzugung von Asylwerbern in Wien bei den Coronavirus-Tests nach der Eskalation im Asylantenheim Haus Erdberg".

Österreicher hätten teilweise wochenlang auf Tests warten und sich dann in Quarantäne begeben müssen. Asylwerber seien hingegen "im Eilverfahren getestet" worden und ersparten sich jetzt die Isolation. "Diese Asylanten-Bevorzugung ist skandalös aber bezeichnend für die rot-grüne Willkommenspolitik", hieß es in der Aussendung.

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"Widerlichster rassistischer Müll"

Weil sich Asylwerber geweigert hätten, die Isolationsregeln einzuhalten, seien rund 100 Polizisten im Einsatz gewesen. Spätestens jetzt werde klar, "dass die steigenden Coronavirus-Zahlen in Wien nur auf die Asylwerber zurückzuführen sind. Man muss daher zum jetzigen Zeitpunkt in der Bundeshauptstadt fast schon von einem Asylantenvirus sprechen", meinte Nepp.

Der Inhalt der Aussendung wurde von SPÖ und Grünen scharf kritisiert. Die Online-Seite "FPÖ Fails" kündigte eine Anzeige an. "Das ist widerlichster rassistischer Müll. Das ist nach § 283 StGB Verhetzung zu prüfen. Das ist ein Rücktrittgrund", kommentierte die Abgeordnete Meri Disoski (Grüne) auf Twitter.

SPÖ-Politikerin Sabine Schatz sprach von einer "menschenverachtenden und untragbaren" Presseaussendung.

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