"Begpacker" wollen sich in Asien durchbetteln

Immer mehr Touristen aus dem Westen finanzieren sich zwar ihren Flug nach Südostasien, wollen sich dann aber durchschnorren.

Jedes Jahr zieht es Tausende von Rucksacktouristen aus den westlichen Industrienationen in die Länder Südostasiens. Dort sind die Touristen gern willkommen. Ein ziemlich dreister neuer Reise-Trend sorgt nun aber bei Einheimischen für Ärger.

Auf den Straßen von Bangkok finden sich immer öfter Menschen, die für Geld musizieren, Postkarten oder sonstigen Schnickschnack verkaufen oder einfach nur betteln. Es handelt sich allerdings nicht um Menschen in Not, sondern westliche Rucksacktouristen, die so ihre Weltreise finanzieren wollen.

Betteln trotz Geld für Luxusflugticket

Immer mehr Rucksacktouristen leisten sich zwar das Flugticket nach Thailand, Malaysia, Indien oder Vietnam, versuchen dann aber, sich vor Ort durchzubetteln, obwohl die Menschen dort oft nicht das Mindeste zum täglichen Überleben haben. Eine Dreistigkeit ohnegleichen in einem Land in denen Menschen im Schnitt oft nur 8 Euro am Tag verdienen, finden nicht nur Einheimische.

Das Phänomen wurde mit dem Kunstwort "Begpacker" (eine Mischung aus den englischen Worten "beg" für betteln und "backpacker" für Rucksacktourist) bezeichnet und hat schon für einige böse Kommentare auf sozialen Medien gesorgt.

Viele Kritiker weisen darauf hin, dass Menschen aus vielen südostasiatischen Länder erst einen gewissen Geldbetrag auf dem Konto vorweisen müssen, um überhaupt ein Visum für den Westen zu bekommen. Die "Begpackers"würden ihr Privileg für selbstverständlich und ihre persönliche Selbstentfaltung zu wichtig nehmen.

Auf Twitter dokumentieren viele die "Begpacker" auf Asiens Straßen:

(hos)

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Asif KapadiaTourismus

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