"Corona-Station" mit 880 Betten in Messe fertig

Mit der neuen Betreuungseinrichtung in der Messe Wien bereitet sich die Stadt auf das Corona-Virus vor. Hier sollen milde Fälle behandelt werden, die nicht in Heimabsonderung können.

Es ist ein ungewohntes Bild: Wo sonst Urlaubs-, Foto- oder andere Messen stattfinden, herrscht nun Krankenhaus-Atmosphäre. Um bestmöglich auf die Corona-Krise vorbereitet zu sein, funktionierte die Stadt Wien die rund 15.000 Quadratmeter große Halle A der Messe Wien (Leopoldstadt) zu einer zusätzlichen Betreuungseinrichtung um.

Versorgt werden sollen hier Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind, milde oder moderate Krankheitsverläufe haben und für die eine sogenannte Heimabsonderung, also Quarantäne in den eigenen vier Wänden, aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist. "Das wären beispielweise alleinstehende Personen mit Pflegebedarf, die nicht zuhause versorgt werden können, aber auch nicht so starke Symptome haben, dass sie in ein Krankenhaus müssen", erklärt ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) auf "Heute"-Nachfrage.

Ludwig: "Die Stadt Wien ist gut vorbereitet"

Fertig eingerichtet wurde die neue "Bettenstation" laut Angaben der Stadt bereits am Montagabend, heute machte sich Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) vor Ort selbst ein Bild. "Die Stadt Wien ist gut vorbereitet. Wir haben alle Maßnahmen gesetzt, die wir zum jetzigen Zeitpunkt zum Schutz der Wienerinnen und Wiener setzten konnten. In der Messe Wien stehen 880 zusätzliche Betten bereit. Ich hoffe dass wir sie möglichst lange nicht brauchen werden", betonte Ludwig.

Seinen ausdrücklichen Dank richtete er an alle beteiligten Mitarbeiter der Stadt sowie den Freiwilligen der Organisationen, die diese Betreuungseinrichtung innerhalb eines Wochenendes auf die Beine gestellt haben.

880 Betten mit etwas Privatsphäre und W-LAN

Insgesamt bietet die "Corona-Station" in der Halle A Platz für 880 Patienten. Alle Betten sind mit Lampe, verschließbarem Kästchen und Steckdosen ausgestattet, damit die betreuten Personen etwa ihr Handy aufladen und so mit ihren Angehörigen in Kontakt bleiben können. In der Einrichtung gibt es auch drahtloses Internet.

Trennwände teilen die einzelnen Bereiche voneinander ab, somit ist Sichtschutz und soweit als möglich Privatsphäre gegeben. Betreut werden die Patienten rund um die Uhr von Ärztinnen und Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern sowie Sanitäterinnen und Sanitätern. Im Schichtbetrieb sind bis zu 1.000 Mitarbeiter im Einsatz.

Caterer sorgt für Verpflegung der Patienten

Die Messe wurde in wenigen Tagen von der Berufsrettung Wien, der Berufsfeuerwehr und dem Hygieneamt der Stadt in Zusammenarbeit mit Blaulicht-Organisationen wie dem Roten Kreuz, Johannitern, Arbeitersamariterbund und Maltesern und der Logistikabteilung der MA 48 eingerichtet. Die Einrichtung wird vom KAV betreut, die MA01 stellt W-LAN und die Daten-Infrastruktur zur Verfügung. Ein Caterer sorgt für die Verpflegung der Patientinnen und Patienten.

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