FPÖ-Vilimsky: "Wir werden stärker zurückkommen"

Ibiza-Videos? Beim Wahlkampffinale in Wien-Favoriten will die FPÖ-Führungsriege nichts von einer Krise wissen – und zeigt sich kämpferisch.

Vor genau einer Woche platze die Bombe: Die Ibiza-Videos erschütterten Österreich und kosteten sowohl den Protagonisten Heinz-Christian Strache als auch seine Mit-Minister aus der FPÖ ihren Job.

Dennoch feierte die FPÖ das Finale des EU-Wahlkampfs heute auf dem Viktor-Adler-Markt in Wien ausgelassen. Von Krisenstimmung keine Spur.

FPÖ-Spitzenkandidat Harald Vilimsky bezeichnet die Veröffentlichung der Clips im Interview mit "Heute.at" als "Atomschlag aus dem Ausland". Er ist sich jedoch sicher, seine Partei werde "stärker als je zuvor zurückkommen". Seit Auftauchen der Videos verzeichne die Partei "eine ungeheure Jetzt-erst-recht-Stimmung".

Auch FPÖ-Kandidatin Petra Steger will sich von den "paar Rückschlägen" nicht unterkriegen lassen. "Wir sind neu aufgestellt und wir gehen konsequent den Weg für unsere Heimat." Sie kritisiert das "illegal produzierte Video" und bezeichnet es als "Wahlmanipulation".

Der neue Parteichef der Blauen, Norbert Hofer, erinnert er an das Wahljahr 2016, als er mehr als zwei Millionen Stimmen bekommen habe. "Ich gehe davon aus, dass sich einige verkalkuliert haben."

Kritischere Töne schlägt Landeshauptmann-Stellvertreter des Burgenlands, Johann Tschürtz, an. Die "Ibiza-Videos" bezeichnet er als "erschütternd und nicht zu entschuldigen". Seine Motivation habe darunter gelitten, räumt Tschürtz ein.

Nach den Rücktritten von Johann Gudenus und Heinz-Christian Strache ist Dominik Nepp die Nummer eins der FPÖ Wien. In einer Reaktion zeigte sich Nepp "irritiert" von den Geschehnissen. Nun wolle er "genau wissen, was da passiert ist". (mr)

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