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"Digitale Kluft zwischen Stadt und Land schließen"

Heute Redaktion
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Bild: Helmut Graf

Wer in Zeiten wie diesen Finanzminister Spindelegger von einer Milliardeninvestition überzeugt, muss gute Argumente haben. Infrastrukturministerin Doris Bures hat sie für uns zusammengefasst.

"Heute": Wohin soll die Investition der geplanten Milliarde Euro vorrangig fließen?

Doris Bures: "Gefördert wird dort, wo die privaten Unternehmen sonst nicht investieren würden, weil es sich einfach nicht rechnet. Das sind vorwiegend die ländlichen Regionen. So können wir die digitale Kluft zwischen Stadt und Land schließen. "

"Heute": Wer soll von dieser staatlichen Förderung besonders profitieren?

Bures: "Die Breitband-Milliarde macht es möglich, dass alle Haushalte und Unternehmen einen Zugang zu schnellem Internet bekommen können. Ohne Förderung würden 30 Prozent der Bevölkerung vor allem in den ländlichen Regionen von dieser Zukunftstechnologie ausgeschlossen bleiben. "

"Heute": Was bedeutet das für den Standort Österreich und für Endverbraucher?

Bures: "Für den Standort bringt das einen großen Wachstumsschub. Mit einer Milliarde Förderung und Investitionen von den Betreibern in der gleichen Höhe werden 85.000 Arbeitsplätze geschaffen. Für die Bevölkerung und die Unternehmen heißt das, dass sie Anschluss an die zentrale Infrastruktur des 21. Jahrhunderts bekommen. Breitband ist mittlerweile genauso wichtig wie unsere Schienen-, Straßen- und Energienetze. "

"Heute": War immer geplant, Teile der Auktionserlöse aus 2013, die ja die Mobilfunker immer noch schmerzen, zu reinvestieren?

Bures: "Frequenzen sind wertvoll, sie gehören zum Volksvermögen. Mir ist es von Anfang an darum gegangen, dass wir die Erlöse wieder investieren, sodass möglichst alle davon profitieren. Eine Rest-Unsicherheit bleibt aber noch bis zur Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof über die Beschwerde gegen die Frequenz-Auktion."