"El Chapo" kann an USA ausgeliefert werden

Die Auslieferung des mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán rückt einen Schritt näher. Wie sein Rechtsanwalt José Refugio Rodríguez am Montag mitteilte, sprach sich ein mexikanischer Richter für eine Auslieferung des Drogenchefs in die USA aus, wo ihm gleich mehrere Verfahren drohen.

Die Auslieferung des mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" rückt einen Schritt näher. Wie sein Rechtsanwalt José Refugio Rodríguez am Montag mitteilte, sprach sich ein mexikanischer Richter für eine Auslieferung des Drogenchefs in die USA aus, wo ihm gleich mehrere Verfahren drohen.

Laut Guzmáns Anwalt fiel das Urteil wenige Stunden, ehe der ehemalige Chef des Sinaloa-Kartells überraschend in ein Gefängnis nahe der Grenze zu den USA verlegt wurde. Zunächst hatte es geheißen, die Verlegung nach Ciudad Juárez stehe in keinem Zusammenhang mit einer möglichen Auslieferung Guzmáns.

Der 58-jährige Drogenboss war im Juli 2015 zum zweiten Mal spektakulär aus einem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis geflüchtet und erst nach Monaten auf der Flucht im Januar wieder geschnappt worden. Seit März wehrt er sich nicht mehr gegen eine Auslieferung in die USA, sondern fordert seine schnellstmögliche Überstellung, weil er nach eigenen Angaben in seiner Heimat unerträglichen Haftbedingungen unterworfen ist.

Laut seinem Anwalt will sich Guzmán in den USA schuldig bekennen, fordert aber im Gegenzug eine leichtere Strafe sowie, dass er nicht mehr in ein Hochsicherheitsgefängnis muss. Den mexikanischen Behörden liegen Auslieferungsgesuche unter anderem aus den US-Bundesstaaten Kalifornien und Texas vor.

Das Außenministerium hat 30 Tage Zeit, eine endgültige Entscheidung zu treffen.
 

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