"Es wird keinen EU-Beitritt der Türkei geben"

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Außenminister Sebastian Kurz hat sich in einem Interview mit der deutschen Zeitung "Welt" klar gegen einen Türkei-Beitritt ausgesprochen. Die meisten EU-Politiker würden seine Meinung teilen, diese jedoch nicht öffentlich kundtun.

Außenminister Sebastian Kurz hat sich in einem Interview mit der deutschen Zeitung "Welt" klar gegen einen Türkei-Beitritt ausgesprochen. Die meisten EU-Politiker würden seine Meinung teilen, diese jedoch nicht öffentlich kundtun.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die EU vor wenigen Tagen aufgefordert, endlich eine deutliche Position zu einem EU-Beitritt der Türkei zu finden. . Seit 2005 wird verhandelt, von 35 wurden bislang nur 15 Kapiteln geöffnet und erst eines abgeschlossen. Im März 2016 hieß es, dass die Verhandlungen beschleunigt werden sollen, doch Frankreich und die Republik Zypern blockieren ein Vorankommen.

Kurz: Sind ehrlichen Umgang "der Türkei schuldig"

Sebastian Kurz vertritt eine klare Position, wie er im Gespräch mit der "Welt" versicherte. "Ich bin mir sicher, es wird keinen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union geben", sagte der Außenminister. Er fordert einen ehrlichen Umgang: "Das sind wird auch unseren Bürgern, die in vielen Ländern einen Beitritt der Türkei seit Jahren klar ablehnen, und der Türkei schuldig."

Viele Politiker seien der Ansicht, dass Betrittsverhandlungen weiter geführt werden müssten, aber "am Ende des Tages es keinen Beitritt geben wird". Er selbst sei für eine gute Zusammenarbeit von EU und der Türkei, aber eben ohne Beitritt. Einmal mehr führte Kurz die "maßgeschneiderte Partnerschaft" ins Treffen.

Kurz fordert mehr Flexibilität

"Wir müssen in der EU flexibler werden, was unsere Zusammenarbeit mit anderen Staaten betrifft", so der Außenminister. Derzeit stehen nur zwei Optionen zur Auswahl stehen - Vollmitgliedschaft oder Assoziierungsabkommen.

Durch neue Formen der Kooperation soll eine Zusammenarbeit mit östlichen EU-Nachbarstaaten erleichtert werden, ohne dass diese die Kooperation mit Russland aufgeben müssen.

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