"Es wurde politisches Porzellan zerschlagen"

Der Bundespräsident sieht durch den vorherrschenden Ton im Wahlkampf das politische Klima geschädigt. Er forderte ein "Mindestmaß an Gesprächskultur" ein.
Bei einem Vortrag forderte Bundespräsident Van der Bellen die Spitzenpolitiker dazu auf, auch an die Zeit nach der Wahl zu denken. "Wir stehen wenige Tage vor einer Nationalratswahl. Alle von uns erwarten - mit Recht - Antworten auf die drängenden Fragen unserer Gegenwart und Zukunft. Antworten vor allem von den wahlkämpfenden Parteien", so das Staatsoberhaupt.

Angesichts der Herausforderungen in den kommenden Jahren brauche es für die positive Entwicklung Österreichs ein politisches Fundament. "Dieses politische Fundament ist das Vertrauen in die Demokratie, in ihre Institutionen und ja, auch das Vertrauen in ihre Akteurinnen und Akteure", sagte Van der Bellen.

Um dieses Vertrauen zu stärken, braucht es zwischen allen politischen Parteien ein "Mindestmaß an Gesprächskultur, an gegenseitigem Respekt, an Verständnis für die Sichtweise des jeweils anderen", mahnte der Bundespräsident.

"Stellen Sie die langfristigen Interessen Österreichs über kurzfristiges parteitaktisches Kalkül", forderte er die Parteien auf. (red)

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