"Foodwatch" fordert Verkaufsstopp für Schoko-Snacks

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Nach dem erschreckenden Fund von Mineralöl-Rückständen in Schokoriegeln reagierten die Hersteller erst gar nicht, dann gelassen. Die Verbraucherschützer fordern einen Verkaufsstopp, die Gegenseite wirft ihnen deshalb Panikmache vor.

Nach dem erschreckenden Fund von  Mineralöl-Rückständen in Schokoriegeln reagierten die Hersteller erst gar nicht, dann gelassen. Die Verbraucherschützer fordern einen Verkaufsstop, die Gegenseite wirft ihnen deshalb Panikmache vor.

Wie berichtet fand die Organisation "Foodwatch" , die "möglicherweise krebserregend und erbgutverändernd" sind. Der beliebte Kinder Riegel von Ferrero ist ebenso betroffen, wie die Hofer-Eigenmarke "Sun Rice". Auch die Marke Lindt geriet ins Visier von "Foodwatch".

Kein Verkaufsstop

Die Konsumentenschützer forderten einen kompletten Verkaufsstop der betroffenen Produkte. Die Hersteller weigerten sich, einen Rückruf zu starten. "Die Hersteller handeln grob fahrlässig. Statt die gefährlichen Süßigkeiten aus den Regalen zu räumen und die Verbraucher zu warnen, reden sie sich damit raus, es sei alles ganz legal - dabei verhindern sie selbst seit Jahren überfällige Grenzwerte", so Johannes Heeg von "Foodwatch".

Gegenseite sieht Panikmache

Der deutsche Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) wirft den Konsumentenschützern "willkürliche Panikmache" vor. BLL-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff will die "falschen" Fakten berichtigen.

Zeitungsindustrie schuld

Bei normalen Verzehrgewohnheiten seien die betroffenen Produkte nicht gesundheitsschädlich. Er sieht die Schuld bei recycelten Zeitungspapier, das für die Verpackungen verwendet wird. Die Druckfarben würden die umstrittenen Stoffe enthalten, die so in die Nähe der Süßigkeiten kommt. Er forderte schon mehrfach mineralölfreie Druckfarben im Zeitungsdruck.

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