"Gears of War" setzt jetzt auf Strategie

"Heute" konnte vorab Gameplay aus dem neuesten Game der "Gears of War"-Serie sehen. Diesmal geht es in eine ungewohnte Richtung.
Seit jeher steht die "Gears of War"-Reihe für actionreiche Shooter-Games auf Microsofts Xbox-Konsolen. Beim neuesten Ableger sieht die Sache aber grundlegend anders aus. Nicht nur erscheint "Gears Tactics" (vorerst) nur für PCs, auch das Genre wurde gewechselt. Statt Cover-Shooter gibt es nun nicht minder actionreiche Rundenstrategie-Kost. "Heute" konnte das Spiel, das am 28. April für Windows 10 und im Rahmen des Xbox Game Pass für PC erscheint, bereits vorab in einem Entwickler-Stream ansehen.

Prequel

"Gears Tactics" spielt zwölf Jahre vor dem ersten "Gears of War". Die Locust-Horde hat sich aus dem Untergrund erhoben, die Städte auf dem Planeten Sera versinken im Chaos. Die Regierung ist kaum mehr handlungsfähig, die Lage spitzt sich immer weiter zu. Im Fokus der Singleplayer-Kampagne stehen der Soldat Gabe Diaz, er ist der Vater von Kait aus "Gears of War 4", und eine Gruppe Überlebender. Sie sind auf der Jagd nach dem Oberhaupt der Locust-Armee.

Ukkon ist deutlich cleverer als die anderen Locust und erschafft grässliche Monster, die am Ende jedes der drei Akte als Bossgegner herhalten müssen. Die Inszenierung der Story in den Zwischensequenzen sucht seinesgleichen. Seit "Starcraft 2" hat kein Strategie-Game mehr so hochwertig animierte Storysequenzen abgeliefert. Dasselbe gilt auch für die fantastisch gestalteten Umgebungen und Figuren, die bei Kills sogar aus der Nähe gezeigt werden.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Action, Action, Action

Wie Entwickler erklären, will man dem "Gears"-Gefühl nahekommen und – mit Ausnahme der Phase, in der die Züge überlegt werden – keine langen Phasen ohne Action zulassen. Zudem hat der Spieler viele Freiheiten bei der Platzierung seiner Charaktere auf den Maps. Denn anders als andere Games in dem Genre basiert "Gears Tactics" nicht auf einem Rastersystem, in dem die Soldaten immer nur auf einem Feld zum Stehen kommen können. Jede Einheit erhält drei Aktionspunkte pro Zug und kann über diese frei verfügen – bewegen oder schießen in jeder Kombination. Somit sollen viele verschiedene Taktiken ermöglicht werden.

Das Game setzt aber auch auf ein Rollenspiel-System, jede der 5 Klassen hat mehr als 30 Skills und eine Hauptwaffe mit vier Slots für Individualisierungen. Zudem können Helm, Torso-Rüstung und Hose inklusive Stiefel unabhängig voneinander getauscht werden. Somit hat jeder Charakter nicht nur eine eigene Spielweise, sondern auch ein individuelles Aussehen.



Gewaltige Monster

Die Entwickler demonstrierten gegenüber "Heute" auch Live-Gameplay. Und das brachte gleich Entwarnung für alle besorgten "Gears"-Fans: Der Lancer, also die ikonische Waffe mit Kettensäge, ist natürlich dabei. Einfache Gegner können in der Hälfte durchgesägt werden – und als Belohnung gibt es einen zusätzlichen Aktionspunkt für den gesamten Squad.

Außerdem wichtig: Die Overwatch-Mechanik. Sie ermöglicht es den Gegner anzuschießen, wenn diese sich gerade in ihrem Zug bewegen. Dafür wird vorab ein Kegel definiert – je schmaler, desto genauer später die Treffer – und wenn Gegner diesen passieren, werden sie von Blei durchlöchert. Diese Fertigkeit beherrschen allerdings auch die Gegner, was schwere taktische Überlegungen erforderlich macht.

Als großes Finale zeigten die Entwickler einen Teil des Bosskampfes nach Akt zwei – die Attacke von Corpser, einer gigantischen Spinne, die sich hinter ihren Beinen vor Angriffen schützt und große Teile des Schlachtfeldes auf einmal angreifen kann. Das ist allerdings auch eine taktische Chance, denn bei diesen Attacken werden auch ihre eigenen Verbündeten geschädigt. Den Ausgang dieser Schlacht konnte "Heute" zwar nicht sehen, doch die Ansätze wirken vielversprechend.

Ersteindruck

Mit "Tactics" betritt "Gears of War" Neuland – allerdings dermaßen souverän, dass das nicht auffällt. Alleine dass die Story nur drei Akte haben soll, wirkt im Vorfeld etwas wenig. Allerdings war noch nicht zu erfahren, wie viele Kapitel pro Akt anfallen und wie lange diese dauern. Optik und Taktik scheinen jedenfalls nicht zu kurz zu kommen, wenn "Gears Tactics" im April erscheint. Zunächst nur für Windows 10, irgendwann soll auch eine Fassung für Xbox One folgen.

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