"Gibt keine bestätigten Infektionen, die von Kindern...

Der ARD-Korrespondent berichtete in der ZiB2 aus Schweden.
Der ARD-Korrespondent berichtete in der ZiB2 aus Schweden.Bild: ORF
Schweden geht weiterhin einen eigenen Weg durch der Coronakrise. Die Meinungen darüber sind gespalten.

Schweden zählt mittlerweile knapp 2.600 Menschen, die aufgrund des Coronavirus verstorben sind. Grund dafür ist, dass sich das Virus besonders in Altersheimen ausbreiten konnte. Denn rund die Hälfte der Toten kamen in solchen Einrichtungen ums Leben. Die schwedische Regierung gesteht mittlerweile ein, dass man die Risikogruppen nicht ausreichend geschützt habe.

ARD-Korrespondent Christian Stichler berichtete in der ZiB2 darüber, dass man in Stockholm kaum Menschen mit Masken sehe. Die Regierung gab lediglich Empfehlungen für die Bevölkerung ab, diese basieren auf Freiwilligkeit. Viele Personen arbeiten beispielsweise im Home Office, obwohl es gar nicht vorgeschrieben ist. Aus Schweden heißt es, dass man es mit diesem Kurs auch bis zum Jahresende durchhalten könne.

Bevölkerung befürwortet den Kurs

Eine Besonderheit in dem skandinavischen Land ist auch, dass Kindergärten und Schulen nicht geschlossen wurden. Es gibt ein paar wenige Regeln für Schüler – so müssen sie ihr Essen selbst mitnehmen – ansonsten ist alles beim Alten. Tatsächlich bestätigen die Behörden, dass um die Schulen herum keine Infektionsherde existieren. Auch Stichler meint: "Es gibt keine bestätigten Infektionen, die von Kindern an Erwachsene übertragen wurden". Dasselbe hört man auch aus Island.

Schule ist übrigens auch ein Grund, weshalb Schweden diesen liberalen Weg gegangen ist. Denn aufgrund der Grenzschließungen sieht es such mit der Wirtschaft nicht sonderlich rosig aus. Rund 10 Prozent Arbeitslosigkeit wird befürchtet. Dennoch steht die Bevölkerung weiter hinter dem Kurs der Regierung.

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