"Heute" bittet Hofburg-Anwärter Lugner in U-Bahn

Mit der U6 reisten Richard und Cathy Lugner von seiner "City" in Fünfhaus zu einem Wahlauftritt nach Floridsdorf. "Heute" begleitete den schrillsten und mit 83 ältesten Hofburg-Kandidaten, der brav für Handy-Fotos posierte und - anders als Cathy - betont volksnah war.
Mit der U6 reisten Richard und Cathy Lugner von seiner "City" in Fünfhaus zu einem Wahlauftritt nach Floridsdorf. "Heute" begleitete den schrillsten und mit 83 ältesten Hofburg-Kandidaten, der brav für Handy-Fotos posierte und – anders als Cathy – betont volksnah war.

"Normalerweise fahre ich mit dem Auto oder mit dem Taxi", sagt Richard Lugner, als wir das selbst ernannte "First Couple" bei der Station Burggasse treffen. Er gekleidet wie ein Sir, sie knallgelb. Die mangelnde Öffi- Routine zeigt sich erstmals am Fahrscheinautomaten. Erst nach vier Minuten hat Lugner das Ticket in der Hand. Beim "Zwicken" das nächste Problem. "Richard, du hast keinen Stempel drauf", wird Cathy ungeduldig und laut.

Schuld: ein defekter Entwerter. Sie zwickt für ihn. Los geht’s um 9.30 Uhr. "Jö, Herr Lugner", freut sich Wolfgang D. am Bahnsteig. "Ich würd’ Sie wählen." Lugner genießt den Zuspruch, stellt aber klar: "Wählen müssen’s mich am 24. April." Die U6 fährt ein. Lugners Fan begründet noch schnell sein Wahlmotiv: "Zuerst wir Österreicher, nicht die Ausländer." In der überfüllten Garnitur fällt das Paar auf – nicht zuletzt durch die vielen Handy-Knipser.

Thaliastraße: Ein Sitzplatz wird frei. Ladys first oder Alter vor Schönheit? Lugners Lösung: die Gattin auf dem 57 Jahre reiferen Schoß. "Da sitzt wenigstens weich", scherzt der PR-Profi. Cathy ist happy. "Mörtel" fragt Sitznachbarn Franz F. nach dessen Beruf. Antwort: "Ich bin beim AMS, dem größten Arbeitgeber Österreichs." Nachfrage: "Aha, wie viele Trainer habt ihr so?" "Nein, ich bin arbeitslos."

Station Volksoper. Elena B. steigt ein, erblickt den berühmtesten Baumeister Österreichs. "Darf ich Sie fotografieren?" Gesagt, getan. Etwas Smalltalk – samt Disput mit Cathy – und weiter geht’s. Station Neue Donau. Richard zeigt auf die Moschee auf der Donauinsel. "Schau, meine Moschee", sagt er stolz. Sie, in ihr Handy vertieft: "Ich weiß."
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