"Heute"-Umfrage deutet in Wien Erdrutsch an

Wäre am Sonntag Wahlen in Wien, gäbe es eine Sensation: Die VP würde 12,8 % dazu gewinnen und sogar die FP – die mit Platz eins liebäugelt – überholen.

Die erste Wien-Umfrage von „Unique Research" für „Heute" nach der Nationalratswahl birgt Sprengstoff – auch wenn sie zweieinhalb Jahre vor dem offiziellen Wahltermin nur ein aktuelles Stimmungsbild ist. Und sie lässt mehrere Trends erkennen:

- Die Verluste für die SP bei der ersten Wahl nach der Ära Michael Häupl hielten sich mit 5,6 % auf 34 % in Grenzen. Aber: Noch ist der neue rote Frontmann nicht fix. Deshalb wurden die Kandidaten Michael Ludwig und Andreas Schieder (s. unten) zu je 50 % beim SP-Ergebnis berücksichtigt.

- Die VP von Gernot Blümel könnte spektakulär wiederauferstehen: Nach 9,2 % 2015 gäbe es plus 12,8 %, als „Lohn" Platz zwei.

- Die FP würde ein Drittel ihrer Wähler verlieren, käme auf 20 %. Hier wurde Johann Gudenus als Spitzenkandidat abgefragt. FP-Chef Strache hat aber nie ausgeschlossen, selbst zu kandidieren.

- Aufatmen könnten Grüne und Neos. Beide blieben mit 8 % locker im Gemeinderat.

- Die Liste Pilz käme aus heutiger Sicht mit 6 % auch hinein.

- Unsicherheitsfaktor: 19 % der Wähler sind noch unentschlossen.

„Die VP grast besonders bei FP-Potenzialen, die Liste Pilz zieht SP- und Grün-Wähler ab", so Meinungsforscher Peter Hajek.

(red)

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