Anwalt gesteht Ibiza-Falle, aber er sieht keine Straftat

Der in die heimlich gefilmte Ibiza-Aktion involvierte Wiener Anwalt lässt über seinen Verteidiger ausrichten, er sei der Drahtzieher. Allerdings sei die Aktion "zivilgesellschaftlich motiviert"
Jener Wiener Anwalt, der das heimlich gefilmte Ibiza-Treffen mit Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus organisiert hat, meldet sich über seinen Verteidiger zu Wort. Er gibt zu, die Sache "Gudenus-Strache-Ibiza" inszeniert zu haben.

Der Verteidiger betont: "Mein Mandant hat jedenfalls weder strafbares Verhalten gesetzt noch hat er an einem solchen mitgewirkt." Es habe sich um ein "zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt" gehandelt, wird in einem anwaltlichen Schreiben betont, das an mehrere Medien ausgeschickt wurde. Die Methoden, derer man sich bedient habe, seien die "des Investigativ-Journalismus".

"Ein verdeckter Kameraeinsatz im Enthüllungsjournalismus zur Aufdeckung von Missständen" sei zulässig und durch die Meinungsfreiheit geschützt. Aufgrund der Reaktionen der betroffenen Politiker habe sich "in der Folge eine Eigendynamik" entwickelt, die wohl nicht abzusehen war.

CommentCreated with Sketch.81 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Anwalt werde sich zur Causa jedoch nicht mehr äußern, da er zu anwaltlicher Verschwiegenheit verpflichtet sei.

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(hos/mr)

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