Coronavirus: 'Von Wienern beschimpft und bespuckt'

Im Gespräch mit "Heute" erzählt die 27-jährige Evelyn P., eine Wienerin mit koreanischen Wurzeln, wieso sie sich zu einem Schild mit einschlägiger Botschaft hat hinreißen lassen.
Mit ihrem Banner "Ich bin kein Virus" ging die Asiatin Evelyn P. (Name von Redaktion geändert) auf die Straße, um gegen den immer größer werdenden Rassismus und Hass gegenüber Asiaten ein Zeichen zu setzen. "Heute" berichtete.

"Freundin wurde von Männern bespuckt"



"Vor einigen Tagen wurde meine Freundin, die auch Asiatin aber keine Chinesin ist, von drei Männern angespuckt und als Hure bezeichnet", schildert die 27-Jährige. "Und das in der Wiener Innenstadt, wo man eigentlich nicht mit solchen Reaktionen rechnet."

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CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Coronavirus soll inzwischen auch in Österreich schreckliche Ausmaße annehmen, allerdings in Form von Hass gegenüber anderen Menschen. "Als mir meine Freundin davon erzählt hat, war ich so perplex und wütend, dass niemand eingegriffen hat", erzählt die Wienerin weiter. "Ich wusste am Anfang nicht, wie ich ihr helfen konnte, bis mir die Idee mit dem Schild kam, die ich auf einer französischen Internetseite gesehen hab."

Reaktionen blieben nicht aus



Am Dienstag gegen 08.30 Uhr hat sich Evelyn P. dazu entschlossen mit ihrem Schild in die U-Bahn zu steigen. "Mir war es schon auch unangenehm, aber ich wollte die Menschen für das Thema Rassismus sensibilisieren."

Die Reaktionen auf diese Aktion ließen auch nicht lange auf sich warten. Die 27-Jährige hat inzwischen mehrere Nachrichten von Betroffenen auf den Sozialen Medien bekommen, die in einen ähnlichen Vorfall verwickelt waren sollen.

"Ich weiß aber, dass Medien einen großen Einfluss auf die Gesellschaft haben und möchte die Chance ergreifen um gegen Rassismus anzukämpfen."

"Will Opfern helfen"



Evelyn P. möchte allerdings noch weiter gehen und den Opfern des Coronavirus aktiv helfen. "Über den gemeinnützigen Verein 'Austrian Chinese Business Association' kann gespendet werden, damit die Menschen in China Geld für Medikamente, Desinfektionsmittel und Mundmasken haben." Das Geld würde laut Evelyn P. direkt an Krankenhäuser und Universitäten gehen.

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