"Ich habe viele Parteichefs erlebt und überlebt"

Heinz-Christian Strache hat am Freitag den Auftakt des Wiener Wahlkampfes der FPÖ in der Lugner City gefeiert. In seiner Rede übte er heftige Kritik an der Regierung.
Unter dem Motto "Österreicher verdienen Fairness" betrat der FPÖ-Bundes- und Landesparteiobmann kurz nach 18.00 Uhr die Bühne in der Lugner City.

Artig bedankte er sich zuerst beim Hausherrn Richard Lugner persönlich für die Gastfreundschaft. Danach startete er direkt mit seinem Wahlkampf.

In seiner knapp einstündigen Rede hatte es der FPÖ-Chef vor allem auf die beiden Regierungsparteien SPÖ und ÖVP abgesehen, denen er die Schuld an gleich mehreren Probleme im Land gab.

Egal ob die Flüchtlingsproblematik, die ungerechte Mindestsicherung, die fehlende Sicherheit in Österreich oder die drastisch steigende Zahl der Armutsgefährdeten - Strache sparte an der Rot-Schwarzen-Regierung nicht an Kritik.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Dem fleißigen Arbeiter wird das Geld aus den Taschen gezogen. Die Österreicher verdienen Fairness. Ihnen muss am Ende des Monats mehr übrig bleiben", erklärte Strache.

"Eine Schande für das Land"



Der Chef der Freiheitlichen bezeichnete es zudem als unfair, dass Menschen, die nie in Österreich gearbeitet haben und in das System eingezahlt haben, 840 Euro Mindestsicherung erhalten würde. "Grundwehrdiener verdienen nicht so viel. Das ist eine Schande für das Land", so der Bundes- und Landesparteiobmann.

Auch die Schere von Arm und Reich würde laut Strache immer weiter auseinander gehen. Die Verantwortung dafür, müsse die Regierung übernehmen.

"SPÖ ist eine Salafistenpartei"



Besonders die SPÖ habe die Probleme im Land zu spät erkannt und an jegliche Glaubwürdigkeit verloren, erklärt der FPÖ-Chef. "Die SPÖ ist keine Arbeiterpartei. Die SPÖ ist eine Salafistenpartei", poltert Strache in Richtung Bundeskanzler Christian Kern.

Nach Aussagen des Spitzenkandidaten der Freiheitlichen, seien die Regierungsparteien auch nicht immer ehrlich zu den Wählern gewesen. Strache: "Die SPÖ und ÖVP verkaufen die Wähler für dumm. Für alle Probleme, die wir haben, tragen diese Herrschaften die Verantwortung".

Strache hat Wähler nie angelogen



Im Gegensatz zu Kern und Sebastian Kurz (Für Strache "Fake-Basti") habe er die Wähler nie angelogen. Die FPÖ wolle den Wählern wieder das zurückgeben, was die Regierung ihnen genommen hat. "Ich habe viele Parteichefs erlebt und überlebt", schmunzelte Strache.

Für den Parteichef steht fest: Um die Probleme im Land wieder in den Griff zu bekommen, braucht es eine Veränderung. Und die soll am 15. Oktober kommen: "Wir müssen die Rot-Schwarze-Regierung beenden. Diese Koalition löst keine Probleme, diese Koalition ist das Problem!"

"Ich bin stolz auf euch"



Am Ende seiner Rede lobte HC Strache noch seine Anhänger, die zahlreich in der Lugner City erschienen waren und den Platz vor der Bühne ordentlich füllten, mit den Worten: "Ich bin stolz auf euch und ihr seid super!" (wil)

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