"Jüdisches Artefakt" ist doch nur Esoterik-Zubehör

Ein auf einem Friedhof in Jerusalem gefundener mysteriöser Gegenstand hat sich als Esoterik-Zubehör eines deutschen Herstellers entpuppt. Über die Herkunft des vergoldeten Fundstücks hatte sich Experten wochenlang den Kopf zerbrochen.
Vor einem halben Jahr fand ein Arbeiter auf einem Jerusalemer Friedhof das seltsame Objekt. Ein Angestellter befürchtete zunächst, dass es sich um eine Bombe handelt. Schnell war klar, dass keine Gefahr vom Fundstück ausgeht. Untersuchungen ergaben, dass es sich um einen Gegenstand aus massivem Metall handelt, der mit Gold verziert ist.

Hilfeaufruf im Internet

Als das Fundstück in die Hände der Mitarbeiter der nationalen Altertumsbehörde geriet, konnten die sich ebenfalls keinen Reim aus dem achteinhalb Kilo schweren Stück Metall machen. Daher veröffentlichte die Behörde ein Foto in der Hoffnung, dass jemand den Gegenstand identifizieren kann.

Ein Italiener bekam Wind von der Sache und brachte schließlich Licht ins Dunkel. Es handelt sich um einen sogenannten Isis-Beamer der deutschen Firma "Weber", die Esoterik-Equipment verkauft. Angeblich verbessert das Produkt persönliche Energiefelder und schützt vor Strahlung. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich und kostet zwischen 75 und 879 Euro.

Doch kein Besamungsstab

"Die Schwarmintelligenz hat Erfolg gebracht", schrieb die Behörde auf ihrer Facebook-Seite. Zuvor hatte der Aufruf zahlreiche kuriose Vorschläge hervorgebracht. Einer hielt den Gegenstand für ein Kultobjekt aus antiker Zeit, ein anderer für ein Gerät zum Besamen von Kühen.
Der Gegenstand ist nach der ägyptischen Göttin Isis benannt, die unter anderem für Fruchtbarkeit, Magie und Natur steht.
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