"Kein dummes Spiel" - Tusk attackiert Johnson

Donald Tusk und Boris Johnson: Der Ton wird rauer.
Donald Tusk und Boris Johnson: Der Ton wird rauer.Bild: picturedesk.com - Symbolbild
Der Ton in der (vermeintlichen) Brexit-Zielgerade wird rauer. Am Dienstag attackierte EU-Ratspräsident Donald Tusk den britischen Premier Boris Johnson scharf.
Ende Oktober soll der Brexit nun endgültig über die Bühne gehen. Auf der vermeintlichen Zielgerade wird der Ton nun offenbar rauer. EU-Ratspräsident Donald Tusk machte aus seinem Unmut über die Haltung Von "Brexit-Boris" keinen Hehl. In einem am Dienstag abgesetzten Tweet fragte er den Premierminister Boris Johnson sichtlich genervt: "Du willst keinen Deal, du willst keine Verlängerung, du willst keinen Rückzug, quo vadis?"



Auslöser für den Tweet war die britische Reaktion auf ein Telefonat Johnosns mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Anschluss daran ließ die britische Regierung durchsickern, nicht mehr an eine Einigung mit der EU zu glauben. Beobachter werten den Umstand den Inhalt des Telefonats an die Medien weitergespielt zu haben als Indiz dafür, die EU als Schuldigen dastehen zu lassen.

Johnson übernehme keine Verantwortung



CommentCreated with Sketch.4 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die britische Opposition reiht sich (logischerweise) in die Liste der Kritiker ein. In einer Rede vor dem britischen Parlament kritisiert der Labour-Politiker und Brexit-Experte Keir Starmer Premier Johnson scharf. Dieser übernehme keine Verantwortung für sein Handeln und suche die Schuld stets bei wem anderen. Das Parlament sei Schuld, die Opposition, Deutschland oder Irland, wirft er Johnson eine durchschaubare Strategie vor.



Daraus lässt sich auch ein weiterer Aspekt aus dem eingangs erwähnten Tusk-Tweet erklären. Tusk schrieb sinngemäß dass es nicht darum gehe ein "dummes Schwarze-Peter-Spiel" zu gewinnen. Fest steht jedenfalls, dass der Druck auf beide Seiten steigt. Soll ein Abkommen zustande kommen, sollte dieses noch vor dem EU-Gipfel, der am 17. und 18. Oktober stattfindet, angebahnt werden. Gespräche diesbezüglich verliefen zuletzt aber allesamt negativ.



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