"Metro" bringt den atomaren Horror auf Switch

"Metro 2033" und "Metro: Last Light" erscheinen für Nintendo Switch. "Heute" hat die Horror-Games getestet.
Spätestens mit der Switch muss man sich von der Vorstellung verabschieden, Nintendo-Konsolen würden nur Spiele für Kinder bieten. Nach dem großen Erfolg der Hybrid-Konsole wurde sie mit Umsetzungen richtig brutaler Games bedacht, darunter die Dämonen-Schlachtplatte "Doom" oder das düster-dreckige Rollenspiel "The Witcher 3". Nun sind auch die dystopischen Horror-Shooter "Metro 2033" und "Metro: Last Light" für die Nintendo-Plattform erhältlich.

Bedrückende Stimmung

Die Games haben zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, sie erschienen 2010 und 2013, aber glänzen noch immer mit einer äußerst dichten Atmosphäre. Das erste Spiel ist im Jahr 2033 angesiedelt und basiert auf dem gleichnamigen Roman des russischen Autors Dmitri Alexejewitsch Gluchowski. Zu diesem Zeitpunkt ist bereits eine ganze Generation im Untergrund aufgewachsen, nachdem ihre Eltern vor einer Atomkatastrophe in die Eingeweide der Moskauer U-Bahn geflohen waren.

An der Oberfläche lauern radioaktive Verseuchung und allerlei mutierte Schreckenskreaturen, die immer wieder auch für die Menschen zur Bedrohung werden. In der Rolle des jungen Mannes Artjom muss man die letzten Reste der Zivilisation vor einer bevorstehenden Bedrohung retten. Das zweite Game spielt ein Jahr darauf und befasst sich mit einem drohenden Bürgerkrieg.

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Harter Kampf

Was die beiden Spiele, die hier in der verbesserten "Redux"-Fassung vorliegen, so besonders macht, ist ihre Ausrichtung. Denn statt bis an die Zähne bewaffnet auf Mutantenjagd zu gehen, muss man sehr bedacht durch die U-Bahn-Tunnel schleichen. Das Licht ist spärlich, die Munition ebenso. Und an der Oberfläche muss man sich mit einer beschlagenen Atemmaske vor den Strahlen schützen. Alles ist etwas langsamer als in herkömmlichen Shootern – und das wirkt maximal beklemmend.

Dazu trägt auch die tolle Anpassung auf die Nintendo-Hardware bei. Beide Games laufen sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus mit stabilen 30 Bildern in der Sekunde. Die Framerate schien beim Test nicht einzubrechen, selbst in hektischen Szenen. Noch dazu läuft das Spiel auf dem Fernseher mit einer Auflösung von 1080p, im Handheld-Modus mit 720p.

Schicke Optik

Erreicht wird das mit der cleveren Anpassung grafischer Details und der Texturen, doch das fällt in den dunklen Umgebungen ohnehin kaum auf. Und die Framerate ist auch deshalb so stabil, weil die Spiele auf eine dynamische Skalierung der Auflösung setzen. Auch diese Maßnahme fällt nicht negativ auf.

Zusätzlich zu den beiden Hauptspielen bietet das Doppelpack alle bisher veröffentlichten DLCs sowie Überarbeitungen von KI, Lichteffekten, Physik, Wettereffekten, Steuerung und Waffenhandhabung und Animationen. Zusätzlich bieten beide Spiele auch den extraharten "Überleben"-Modus, der einen noch intensiveren Überlebenskampf bietet, sowie den actionreichen Spielstil "Spartaner", in dem der Kampf im Fokus steht.



Fazit

"Metro 2033" und "Metro: Last Light" bieten erstklassigen Survival-Horror in einem wirklich deprimierenden Setting. Noch dazu können die Games auf eine fantastische Story zurückgreifen, die auf diesem Gebiet ihresgleichen sucht. Klar, rein technisch stehen die Fassungen für PC, PS4 und Xbox One besser da, doch nur auf Switch werden diese Meisterwerke mobil. Pflichtkauf für Horror-Fans.



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